2014 kann die Sanierung der Buskower Kirche beginnen

Rettende Botschaft

Lange hatten die Buskower gehofft und manchen Arbeitsschritt schon selbst erledigt, nun dürfen sie sich freuen: Im nächsten Jahr wird es mit der Sanierung ihrer Dorfkirche deutlich vorangehen. Der Kirchenkreis Wittstock-Ruppin hat vorgeschlagen, die Buskower Kirche mit Fördermitteln aus dem Staatskirchenvertrag zu sanieren.

Auch Dietrich Hecht ist froh, dass es jetzt endlich vorangeht. Der Buskower Unternehmer ist Mitglied im Förderkreis für die Dorfkirche.
Quelle: Peter Geisler

Buskow. Pro Jahr und Kirchenkreis kommt dieses Privileg nur einem einzigen Gotteshaus zugute. Rose Möllhoff-Mylius, Pfarrerin in der Gesamtkirchengemeinde Protzen-Wustrau-Radensleben, zu der Buskow gehört, ist froh über diese Lösung: "Nahezu alle Fördermitteltöpfe, die sonst in Frage gekommen wären, sind erloschen. Wir waren sozusagen auf der Zielgeraden."

Die Buskower ist eine der ältesten Dorfkirchen im Ruppiner Land und seit Jahren sanierungsbedürftig. Das gesamte Gebäude ist vom Schwamm befallen, der Turm inzwischen gesperrt. In einer großen Hilfsaktion hatten Einwohner in der Vergangenheit das Kirchenschiff innen so weit hergerichtet, dass der Raum wieder würdig war für Gottesdienste und andere Feste. "Der Anblick vorher war ja wirklich keine Freude", erinnert sich Ortsvorsteherin Beate Müller. Doch die Sanierungsarbeiten, die nun dringend anstehen, überschreiten die Kraft des Neuruppiner Ortsteils.

Rund 200 000 Euro wird die Restaurierung des Kirchturms kosten; für die Sanierung des Kirchenschiffes sind 150 000 Euro veranschlagt. "Wir hatten eigentlich erst vor, die ganze Kirche machen zu lassen", sagt Rose Möllhoff-Mylius. Dafür reicht das Feld aber nicht. Priorität hat 2014 der Turm. Wenn der aber erst einmal gemacht ist, so hofft die Pfarrerin, könnten sich neue Möglichkeiten auftun, um auch weitere Bauabschnitte schultern zu können.

Damit sich der Traum von der sanierten Dorfkirche so schnell wie möglich erfüllt, haben die Buskower sofort Pläne geschmiedet. "Denn als wir die frohe Botschaft erhielten, war uns natürlich auch klar, dass wir Eigenmittel aufbringen müssen", sagt Beate Müller. Sie ist besonders froh, dass die Stadt bereits finanzielle Unterstützung zugesagt hat. In welcher Höhe und wie viel die Buskower selbst aufbringen müssen, will sie noch nicht sagen.

Die erste Aktion zugunsten des Kirchleins findet am Sonntag statt. Mitglieder vom Arbeitskreis Buskower Kirche, der Kirchengemeinde und weitere Einwohner organisieren einen Benefiz-Trödelmarkt rund um die Kirche. Elf Anmeldungen hat Beate Müller bekommen; sogar eine aus Kyritz. Und ein Bummel lohnt sich, das weiß sie jetzt schon: "Es sind tolle, hübsche Sachen dabei sogar zwei Jugendfahrräder." Der Erlös etlicher Sachen, die bereits vorbeigebracht wurden, kommt der Kirchensanierung zugute, auch die Standgebühr und das Geld aus dem Kuchenverkauf. Diejenigen, die am Sonntag vor Ort ihre Dinge anbieten, sollen die Einnahmen natürlich behalten dürfen. "Das wäre sonst doch zuviel verlangt", sagt Beate Müller. Mehrere Überraschungen haben sich die Organisatoren für die Kinder überlegt. Unter anderem wird es Kutschfahrten geben und eine Riesenseifenblasen-Vorführung. Den Rest behält die Ortsvorsteherin noch für sich. "Es wird spaßig, das auf jeden Fall."

Am 8. September, zum bundesweiten Tag des offenen Denkmals, soll es die nächste Aktion geben. Beate Müller könnte sich vorstellen, dass 2014 das Erntefest der Ortsteile in Buskow stattfindet.

info Am Sonntag, 28. Juli, wird ab 15 Uhr auf der Wiese rund um die Buskower Kirche getrödelt. Für das kleine Publikum sind mehrere Überraschungen geplant. Zum Auftakt gibt es um 14 Uhr einen Gottesdienst in der Kirche.

Von Juliane Felsch

Märkische Allgemeine vom 26. Juli 2013

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