Gut besuchtes Benefizkonzert in Wulfersdorf

Wulfersdorf (MOZ) Der große Spendentopf zugunsten der Sanierung der Wulfersdorfer Kirche stand am Sonnabend wieder am Ausgang des Gotteshauses, obwohl diesmal nicht der Förderverein Dorfkirche Wulfersdorf der Ausrichter des Benefizkonzerts war. Vielmehr hatte der Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg 55 seiner 557 Mitglieder nach Wulfersdorf eingeladen und dazu Alte Musik aus dem 17. und 18. Jahrhundert mitgebracht, stilsicher und klangschön dargeboten von Katharina Glös (Blockflöten) und Marianna Henriksson (Cembalo) als Ensemble Ucca Nova. "Zeitmäßig genau in die Erbauungszeit passend", war Bernd Janowski, dem Geschäftsführer von "Alte Kirchen" wichtig gewesen.

Er hatte einen symbolischen Scheck über 2500 Euro mitgebracht. Es war nämlich auch gleichzeitig ein Gedenkkonzert für den Ahrensdorfer Günter Schöne, der von 2000 bis 2012 dem Vorstand des Förderkreises angehörte und als dessen Regionalbetreuer den Förderverein Dorfkirche Wulfersdorf "mit Rat und Tat unterstützt hat", so Gisela Werner, die Vorsitzende. Günter Schöne war am 12. Dezember vorigen Jahres im Alter von 78 Jahren verstorben, und das Geld, das anlässlich seiner Beisetzung gesammelt worden war, ist nun für den Erhalt der Wulfersdorfer Kirche übergeben worden. Aber nicht nur das: "Wir haben in Brandenburg 1400 Kirchen, aber wir legen im nächsten Jahr für Wulfersdorf noch einmal 3000 Euro drauf, weil das Geld hier nötig ist, weil es eine wunderschöne Kirche ist und hier tolle Leute sind, die sich für die Kirche einsetzen", versprach Bernd Janowski.

Pfarrer Kai-Uwe Folgner-Buchheister bedankte sich bei allen Besuchern, "denn Sie sind Förderer, weil Sie heute gekommen sind". Gisela Werner aber hatte er einen Blumenstrauß für deren besonderes Engagement im Förderverein mitgebracht. Die zurzeit 26 Mitglieder können auf ein aktuelles Guthaben von 12 800 Euro blicken. Am allerwichtigsten sind die Sanierung von Dachstuhl und Dach, für die schätzungsweise 258 000 Euro benötigt werden.

Märkische Oderzeitung vom 24. Juni 2013

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