Förderverein nimmt erste Spenden ein

Wollenberg (MOZ) Mehr als 300 Euro Spenden hat der Förderverein zur Rettung der Feldsteinkirche Wollenberg beim Konzert der Chorgemeinschaft Wriezen unter der Leitung von Manfred Mielke eingenommen. Gut 50 Gäste hatten sich vergangenen Sonntag in der Feldsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert zusammengefunden. "Der Zusammenhalt im Dorf hat sich deutlich verbessert, das Programm wird sehr gut angenommen", sagt Siegfried Zschärlich, Vorsitzender des Fördervereins. Dies sei allerdings auch wichtig, Denn um Fördermittel zu bekommen müsse das 150-Seelen-Dorf beweisen, dass das Gotteshaus gut besucht ist und als kulturelles Zentrum von Wollenberg gilt.

Die Wriezener Chorgemeinschaft tritt unter der Leitung von Manfred Mielke in der Wollenberger Kirche auf, die dringend saniert werden muss.
© Sören Tetzlaff

Die Gäste aus dem Dorf begaben sich nach dem Konzert nicht gleich nach Hause. Trotz des Regens saßen sie noch im Festzelt vor der Kirche zusammen. Die Letzten gingen gegen 19 Uhr.

Der im März gegründete Förderverein habe die Hürde des Finanzamtes genommen, berichtet der Vorsitzende. Die Behörde habe die Gemeinnützigkeit bestätigt. "Ich hatte noch eine lustiges Erlebnis", ergänzt er. Eine Mitarbeiterin des Finanzamtes bat um den Nachweis, dass die Kirche denkmalgeschützt ist. Siegfried Zschärlich wundert sich angesichts dieser Naivität. "Zwei Mausklicks im Internet, und sie hätte den Beweis von alleine gefunden." Selbstverständlich steht die Kirche aus dem 13. Jahrhundert auf der Denkmalliste. Der Notartermin sei am 27. Juni, sechs Wochen musste der Verein darauf warten.

Wegen verfaulter Balkenköpfe drückt der Dachstuhl aufs Kirchenschiff und lässt das Mauerwerk reißen. Auch der Turm steht schief. Derzeit untersucht das Hoppegartener Architektenbüro IBS die Schäden und wird dann den Kostenrahmen definieren. Das Büro habe Erfahrung mit der Sanierung der Biesdorfer Kirche, sagt Siegfried Zschärlich. Der Verein hat ein Programm mit zahlreichen Veranstaltungen wie Lesungen auf die Beine gestellt und plant im August ein Sommerfest.

Märkische Oderzeitung vom 08. Juni 2013

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