Nächste Projekte des Wiederaufbaus

Rathenow (MOZ) (siw) 236 Mitglieder zählt der Förderkreis zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche. Die Mitglieder leben im gesamten Bundesgebiet - von Büsum bis nach München, in der Schweiz, in Österreich, in Norwegen und in den Niederlanden. In der dortigen Stadt Leek (Provinz Groningen) leben zwölf Mitglieder. Zu ihnen gehört Toes Pluijter, mit 88 Jahren das älteste Mitglied des Förderkreises. Das hielt die Frau aber nicht davon ab, an der Jahreshauptversammlung teilzunehmen. Diese fand am 25. Mai in Rathenow statt.

Die evangelische Sankt-Marien-Andreas-Kirchengemeinde hat eine Partnergemeinde im Niederländischen Leek. Von dort stammt Toes Pluijter. Sie ist mit 88 Jahren das älteste Mitglied im Förderkreis. Hier ist die Frau mit vier von 235 Vereinsfreunden zu sehen:
© Weber

Im Jahr 1982 wurde der Kirchberg zum Denkmalschutzgebiet erklärt. "Schon damals gab es Unverdrossene, die den Wiederaufbau der Kirche vorantreiben wollten", so der Beigeordnete Hans-Jürgen Lemle in seinem Grußwort der Stadtverwaltung. "Rathenow liegt im Zentrum der Havelregion. Damit liegt die Sankt-Marien-Andreas-Kirche im Zentrum der BUGA" so Lemle, der ebenfalls dem Förderkreis angehört und Beiträge bezahlt.

2012 nahm der Verein rund 91.000 Euro aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen ein. "Im letzten Jahr konnte der Förderkreis die Baukosten für die Gewölbe der Marienkapelle, rund 39.000 Euro, sowie den Anteil am Fassadenbau, 80.000 Euro, begleichen", so Schatzmeister Wolfgang Krüger.

Ferner sammelt der Förderkreis für den Neueinbau einer Schukeorgel. Die Kosten dafür sollen sich auf etwa eine Million Euro belaufen. "Wann die Orgel eingebaut werden wird, vermag ich nicht zu sagen", so der Förderkreisvorsitzende Heinz-Walter Knackmuß. "Ich gehe vom Jahr 2030 aus." Für die Spende einer Orgelpfeife (100 Euro) vergibt der Förderkreis symbolisch eine Urkunde. Spenden für 159, der geplanten 2.814, Orgelpfeifen sind bisher beim Förderkreis eingegangen.

Ein anderes Wiederaufbauprojekt stellen die gotischen Kreuzgewölbe im Chorraum dar. Für jede der sechs Säulen werden 4.333 Klosterformatsteine benötigt. Auf der Internetseite des Förderkreises sind die Spender von bislang insgesamt 6.318 Steinen aufgeführt. Die Gesamtkosten werden mit etwa 500.000 Euro beziffert. Große finanzielle Hilfe leistete der in Rathenow geborene Werner Vogel. Anfang des Jahres starb der Wahl-Bonner, 93-jährig und hinterließ dem Förderkreis 50.000 Euro. "Insgesamt hat der Förderkreis bis jetzt eine Summe von 100.000 Euro zusammen", so Knackmuß, der den Termin für diesen Baustart noch nicht voraussagen konnte.

Märkische Oderzeitung vom 29. Mai 2013

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