Kirche mit besonderem Reiz

Cöthen (MOZ) Gut 150 Menschen drängten sich am24. Mai in der Schinkelkirche in Cöthen (Dorfkirche des Monats November 2011), um die Einweihung des Gotteshauses zu feiern. Bänke und Stühle reichten nicht aus. Nach mehreren Jahren der Sanierung ist aus der Kirche ein Gotteshaus und ein kulturelles Zentrum geworden.

Hält die Predigt: Pröbstin: Friederike von Kirchbach bei der Einweihung der Schinkel-Kirche in Cöthen.
© Sören Tetzlaff

Pfarrer Ulf-Winfried Radtke und Pröbstin Friederike von Kirchbach, stellvertretende Landesbischöfin der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, hielten den Gottesdienst gemeinsam. "Was ist das für ein Tag, ich wünsche der Kirche noch viele solcher Tage", sagte die Pröbstin angesichts der vollbesetzten Kirche. Die 1830 in klassizistischem Stil unter der Aufsicht von Karl-Fiedrich Schinkel errichtete Kirche mit ihrem schlanken Turm und dem zarten Türkis im Inneren sei etwas ganz Besonderes. "Die Menschen in den Dörfern wollen, dass ihre Kirche im Ort bleibt", erklärte sie. Sie sei stets Wahrzeichen und die Identität für den Ort, obwohl häufig zwei Drittel der Bürger nicht Mitglied einer Kirche sind.

"Wir sind sehr glücklich mit dem Ergebnis der Sanierung", sagte Sybille Schneider aus Berlin, Enkelin des letzten Patrons der Familie von Jena, der 1945 das Gut verließ. Die Familie freue sich zudem über die Einladung aus Cöthen.

Märkische Oderzeitung vom 27. Mai 2013

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