Kageler sammeln weiter Geld für die Kirchensanierung

Kagel (MOZ) Der Förderverein Kageler Kirche will auch 2013 Spenden für das Gotteshaus sammeln, um die dringend notwendige Sanierung voranzutreiben. Nachdem es im Vorjahr beim Frühjahrsputz so viele fleißige Helfer gab - weit über den Kreis der evangelischen Gemeindeglieder hinaus - hat Vereinsvorsitzender Kurt Paul den Aufruf zur Unterstützung erneuert. Abermals ist das auf offene Ohren gestoßen, haben die Nachwuchsfußballer und der Heimatverein schon für den Aktionstag, den 4. Mai, ihr Kommen angekündigt. "Wir werden die Werbetrommel noch weiter rühren", kündigt Paul an. Zu tun gibt es rund um die Kirche und drinnen genug.

Neben der Muskelkraft ist in diesem Jahr aber auch wieder mehrfach der Benefiz-Wille der Kageler und ihrer Gäste gefragt. So ist für den 1. Juni eine halbtägige Veranstaltung unter dem Motto "Klang in der Kirche" geplant. Um 14 Uhr soll der Kageler Chor auftreten - begleitet von Bläsern. Und ab 18 Uhr gibt es ein weiteres Konzert - dargeboten von Axel Zebeck und zwei Musikerkollegen. Der Nachmittag wird begleitet vom Heimatverein, der vor der Kirche zu einen Flohmarkt einlädt. In der Kirche wird an dem Tag eine Ausstellung zur Geschichte des Gotteshauses eröffnet. Eine weitere Veranstaltung kündigt Paul für den 22. Juni im Bürgerhaus an. Und ebenso fest stehe eine Beteiligung am Tag des offenen Denkmals, am 8. September.

Das Einwerben von Spenden dient natürlich dem Zweck, das Geld für die Sanierung wieder auszugeben. Auf der Nord- und der Südseite des Kirchenschiffes steht jeweils die Sanierung der Fundamente an. 7000 bis 8000 Euro werde dieses Vorhaben in etwa kosten, sagt Kurt Paul. Die Summe werde gemeinschaftlich aufgebracht - von der Kirchengemeinde, dem Amt für Landschafts- und Denkmalpflege sowie dem Förderverein. Paul rechnet damit, dass die Arbeiten im Juni laufen.

Zudem wollen sich die Kageler für ihr nächstes Großprojekt engagieren. Die Dinse-Orgel, die vermutlich zwischen 1900 und 1910 in die Kirche kam, muss dringend saniert werden, damit sie wieder ordentlich bespielbar wird. "Nur ganz pfiffigen Organisten gelingt es, sie zu beherrschen und die Misstöne zu überspringen." Um sie wieder auf Vordermann zu bringen, muss sie einheitliche Pfeifen bekommen. Schon seit dem Ersten Weltkrieg gibt es eine Mischung aus Zink- und Blechpfeifen, also Original- und improvisierten Teilen. Bei der Grundinstandsetzung geht Kurt Paul von bis zu 15 000 Euro aus. Der Förderverein hat bereits 4000 Euro gesammelt. "Wir haben ein Orgelsparbuch angelegt." Bei den Benefizveranstaltungen im vergangenen Jahr sind einmal 460 Euro und einmal 636 Euro zusammengekommen. Das Ergebnis wertet Paul als ein gutes. "Wir hoffen aber auch noch auf einen Großspender. Dann hätten wir das Geld schneller zusammen."

Märkische Oderzeitung vom 06. April 2013

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