Dachstuhl und Empore sind dran - Der Förderverein hat noch Geld

Pinnow (MZV) Etwas Geld ist noch übrig, und ein bisschen was kommt auch noch hinzu. Die Sanierungen in der Pinnower Dorfkirche werden auch in diesem Jahr fortgesetzt.

 
Für zwei Jahre wiedergewählt: Professor Johann Adrian, Wolfgang Thumann, Annemarie Gnoss (von links, sitzend), Heinz Holzinger, Klaus Sokol und Claudia Jacobs (von links). Der Förderverein wird in diesem Jahr zehn Jahre alt.
© MZV/Heike Weißapfel

"Wir können gelassen in die Zukunft blicken", erklärte Klaus Sokol, Vorsitzender des Förderkreises der Pinnower Dorfkirche, bei der Jahresversammlung. "Wir haben schon einen ganz guten Stand erreicht." Damit meint Sokol zum einen das kulturelle Programm, das er als Musiker selbst organisiert und das sich mittlerweile gut etabliert hat. Jedes Jahr kommen viele Besucher in die Pinnower Kirche, um an den sogenannten Kultursonntagen Konzerte zu hören oder Ausstellungen anzusehen.

Zum anderen wird die Kirche, deren 150. Geburtstag 2012 groß gefeiert worden ist, Stück für Stück und Wand für Wand ein wenig ansehnlicher. Zwei Wände sind inzwischen mit Marmor-ähnlichen Quadern bemalt. Konnte 2012 die Grabplatte des Kirchenpatrons Caspar von Klitzing anlässlich dessen 400. Todestag restauriert werden, so kommen 2013 noch Restarbeiten am Altar an die Reihe. Die Säulen sind jetzt fest installiert, berichtete Klaus Sokol den Mitgliedern, aber restauratorisch sei noch etwas zu tun, und der Schlussanstrich fehle. Die nötigen Mittel von der Mittelbrandenburgischen Sparkasse (MBS) seien schon parat.

Der Dachstuhl soll in diesem Jahr als größere Aktion in Angriff genommen werden, berichtete Wolfgang Thumann vom Vorstand. Einsturzgefahr bestehe zwar nicht, aber einige Balken und Verbindungen müssten doch stabilisiert werden. Zudem wird die Empore komplett saniert. "Die Emporenbrüstung ist nur provisorisch mit Sperrholz ergänzt worden, damit keiner durchfällt", weiß Thumann, der mit Kosten von 16 000 Euro rechnet. Die entsprechenden Förderanträge an die MBS hat Vorstandsmitglied Professor Johann Adrian vorbereitet und samt alten Fotos eingeschickt. "Wir müssen selbst etwas beisteuern, hoffen aber auf 10 000 Euro Zuschuss", so Adrian.

Restaurator Ulrich Schneider habe auch bereits ältere Farbschichten ausfindig gemacht, sagt Thumann. "Denn in den 50er-Jahren standen die Kirchengemeindemitglieder offenbar mal auf Grau", sagt er mit einem Augenzwinkern. Wenn dann noch Geld übrig ist, soll die Kanzel ausgemalt werden.

Die Faltblätter für die Kultursonntage liegen in der Borgsdorfer Kirchengemeinde aus. Im April findet der erste Nachmittag statt - dann ist es schon etwas wärmer, hofft Klaus Sokol. "Denn das Thema Heizung in der Kirche können wir vielleicht mal in zehn Jahren angehen."

Märkische Oderzeitung vom 25. Februar 2013

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