Bauarbeiten können im Mai starten

Probleme für Kirchensanierung ausgeräumt

KLAUSDORF - Die Sanierung der maroden Dorfkirche in Klausdorf kann voraussichtlich am 19. Mai beginnen. Davon gehen Beteiligte vom örtlichen Förderverein zum Erhalt des Gotteshauses sowie vom Bauamt der Stadtverwaltung Treuenbrietzen aus.

Anlass für den neuen Optimismus ist ein Arbeitsgespräch, zu dem die Bundestagsabgeordnete Andrea Voßhoff (CDU) jetzt in die Klausdorfer Kirche eingeladen hatte. "Ziel war es, vor Ort zu klären, an welchen Stellen es bislang hakte, um die notwendige Sanierung des Kirchturmes beginnen zu lassen", teilte Anja Schmollack, Vorsitzende des Treuenbrietzener CDU-Ortsverbandes mit.

Wie berichtet sollten die Bauarbeiten zur 70 000 Euro teuren Sanierung zunächst des Turmes bereits Ende September vorigen Jahres beginnen. Doch fehlten dem Förderverein Baugenehmigungen und Gutachten von Denkmalbehörden. Diese lägen nunmehr vor, hieß es.

Vizelandrat Christian Stein (CDU) teilte dem Förderverein beim aktuellen Ortstermin zudem mit, dass die zugesagten Gelder aus dem Denkmalfördertopf des Kreises dieses Jahr für das Klausdorfer Projekt wieder zur Verfügung stehen. Der Förderbescheid für 2011 von der Unteren Denkmalschutzbehörde beim Kreis in Höhe von 7000 Euro war zurückgegeben worden, weil der Förderverein damals noch nicht seinen Eigenanteil aufbringen konnte. Inzwischen gilt die Finanzierung über Zuschüsse und Fördergeld aus verschiedenen Quellen als gesichert. Zudem warben die Akteure des Fördervereins mit diversen Aktionen und Veranstaltungen Spenden ein.

Andrea Voßhoff lobte bei ihrem Besuch in Klausdorf die gute Zusammenarbeit mit dem Treuenbrietzener Bauamtsleiter, Christoph Höhne. Er habe die Bauausschreibungen durchgeführt und mit ihrem Bundestagsbüro "Hand in Hand" gearbeitet.

Höhne wie auch Voßhoff kritisierten unterdessen die hohen formalen und rechtlichen Erfordernisse im Antragsverfahren, die zu der Verzögerung der Bauarbeiten geführt hätten. Der Bauamtsleiter und die Abgeordnete forderten ein Umdenken bei der Denkmalschutzbehörde. "Für ein solches ehrenamtliches Engagement sollte man danken und die Akteure nicht bestrafen, indem man immer größere Anforderungen stellt", so Voßhoff.

Die nun ab Mai geplanten Bauarbeiten sollen voraussichtlich im September dieses Jahres abgeschlossen sein. "Dann können wir vielleicht schon unser Erntedankfest mit frisch saniertem Turm feiern", freute sich der Vereinsvorsitzende Lothar Schäfer. (MAZ)

Märkische Allgemeine vom 22. Februar 2013

   Zur Artikelübersicht