Nun ein Windfang

Förderverein Klosterkirche sammelt weiter

NEURUPPIN - Vorrangiges Ziel des Fördervereins Klosterkirche ist es, Geld zu sammeln. Geld für die Sanierung von Neuruppins Wahrzeichen. Im vergangenen Jahr konnte der aus nur zehn Mitgliedern bestehende Verein das Projekt "Kirchentüren" abschließen. Dank einer großzügigen Spende des gebürtigen Neuruppiners Michael Führmann und vieler anderer Spenden konnte der Verein seine Schulden bei der Kirchengemeinde abzahlen. Doch schon steht das nächste Vorhaben an: ein Windfang vor der großen Eingangstür.

Vereinsmitglied Horst Kremp, der zugleich Mitglied im Gemeindekirchenrat ist, zeigte beim ersten Vereinsstammtisch im Januar mögliche Konstruktionen. Dabei hat die obere Denkmalschutzbehörde einen eindeutigen Favoriten: einen komplett verglasten Eingangsbereich ohne Stahlkonstruktion. "Das kann sich eine Bank leisten, aber keine Kirche", sagt Kremp. Immerhin soll die Nachrüstung 77 650 Euro kosten. Bei dieser Summe blieb manchem der Anwesenden die Luft stecken. "Ich kann niemandem raten, dieser Variante zuzustimmen. Das ist Wahnsinn", sagt Kremp.

Die Hälfte würde eine Version mit tragender Stahlkonstruktion kosten. "Das heißt, das Sammeln geht weiter", sagt Vereinschefin Rosswieta Funk. Nicht nur das Geldsammeln, sondern auch das Werben neuer Mitglieder hat sich der Verein für dieses Jahr vorgenommen. "es ist wichtig, neue und vor allem jüngere Mitstreiter zu gewinnen", so Funk.

Im kommenden Jahr feiert der Förderverein sein zehnjähriges Bestehen.ds

Märkische Allgemeine vom 31. Januar 2013

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