Jetzt gehtís ans Innere

"Tonfall" unterstützt Förderverein der Kirche Werbig mit Benefizkonzert

WERBIG - Seit sieben Jahren setzt sich der "Förderverein Dorfkirche Werbig" für die Sanierung des kleinen Feldsteinbaus aus dem 13. Jahrhundert ein. Immer wieder veranstaltete er Benefizkonzerte, so auch gestern, als das Saxofon-Ensemble "Tonfall" zum Konzert am vierten Advent spielte und mehr als 130 Besucher in den kleinen Kirchenraum kamen.

Der Wiederaufbau des barocken, hölzernen Kirchturms war das große Ziel des Vereins, das am 5. Mai erreicht worden war, als der Turm auf die Kirche kam. Angela Schulze, Vereinsvorsitzende und Ortsvorsteherin Werbigs, erläutert, dass nötige Eigenmittel des ansonsten hauptsächlich mit EU-Geld geförderten Projekts in Höhe von 54 000 Euro aufzubringen waren. In vielen Kulturveranstaltungen wie Sommerfesten, Konzerten und Versteigerungen sei das Geld gesammelt worden. "Die Reparaturkosten beliefen sich insgesamt auf etwa 88 500 Euro", rechnet Angela Schulze zusammen. Das eigentliche Ziel des Vereins sei damit erreicht.

Die Benefizkonzerte sollen damit aber noch lange nicht enden. "Die Mitglieder haben beschlossen, dass der Verein weiterbestehen soll und sich in Zukunft anderen Tätigkeitsfeldern im Ort widmet", sagt Angela Schulze. Geplant ist nun die Durchsanierung der Kirche und die damit verbundene Wiederherstellung der ursprünglichen Innenausstattung. Auch die Apsis ist mehrfach gerissen und benötigt eine Sanierung. 1692 wurde die Kirche nach Westen und Osten erweitert. Der erste Turm wurde 1753 abgerissen und durch einen kleineren aus Holz ersetzt. 1756 wurde die Kirche so hergerichtet, wie sie heute wieder zu sehen ist. Etwa 1990 erfolgten die Erneuerung der Balkendecke und der Dächer. Der aktuelle Sanierungsbedarf des alten Gemäuers geht aus einem Gutachten vom 24. Mai 2006 hervor.

"Werbig wird noch viele weitere Benefizkonzerte erleben", so Angela Schulze. Mehrere hundert Euro kamen beim gestrigen Weihnachtskonzert zusammen, freut sie sich. Bei der kommenden Jahresversammlung des Fördervereins im Januar soll nun über das nächste Großprojekt beraten und entschieden werden. "An so einer alten Kirche ist eben immer irgendwas zu tun", sagt Schulze. (Von Kathrin Burghardt)

Märkische Allgemeine vom 24. Dezember 2012

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