"Wunderschön ist sie geworden"

Förderer der Gortzer Kirche freuen sich über die gelungene Sanierung

GORTZ - Zur Andacht und zum Konzert der Band gab es in der Gortzer Kirche Gedränge. Wer sie als letzter betrat, musste fürchten, hinter sich nicht die Tür schließen zu können. Das Konzert am Sonntag war der musikalische Höhepunkt der Feier anlässlich der Beendigung der Kirchensanierung.

Ehe sich hier Gortzer, Mitglieder des Fördervereins, private Stifter und Vertreter von Stiftungen, Banken und Betrieben und andere Besucher dem musikalischen Genuss hingaben, hatten etliche Gäste die wunderschön gestaltete Kirche in Augenschein genommen. Claudia Rose, Vorsitzende des Fördervereins, machte auf die Schönheiten und Besonderheiten aufmerksam, die im Verlauf der Arbeiten wieder erst ins Blickfeld gerückt sind.

An den Ständen für Kaffee und Kuchen, Marmelade, Quittenlikör und Schmalz und an den Stehtischen waren die vergangenen Jahre das beherrschende Thema. "Ich kann mich gut an den deprimierenden Zustand der Kirche erinnern", sagte Reinhard Wulsch. "Wenn mein Vater als Kirchendiener keine Zeit hatte, habe ich als Junge für die Orgel Wind gemacht oder die Glocken geläutet." Er freue sich über die gelungene Sanierung. "Zwar gehöre ich nicht der Kirche an, doch der eine oder andere Euro war mir die Verschönerung wert schließlich ist die Kirche ein Spiegelbild des Dorfes."

"Man muss dem Förderverein Respekt zollen", sagte Paul Jacob. "Er hat den weiteren Verfall eines kulturhistorisch wichtigen Bauwerkes in der Region gestoppt." Immerhin sei der Bau ein Zeugnis der gesellschaftlichen Entwicklung. "Wunderschön ist sie geworden", schwärmte Elke Buchmüller, Mitglied des Fördervereins.

"Wir waren all die Jahre immer mit einem Bein in Gortz", sagten Helga Schulze und Renate Woita gleichermaßen. Sie leben in Berlin und gehören dem Förderverein an. Mit dem Bemühen um den Bau sei auch das Gemeinschaftsgefühl gewachsen, ist Helga Schulze überzeugt. "Das sollten wir nutzen, denn nun suchen wir uns als Verein neue Ziele." (Von Jürgen Krumnow)

Märkische Allgemeine vom 04. Dezember 2012

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