Die schaffen das

Uta Köhn ist zuversichtlich, dass die Gadower die Eigenmittel zusammenbekommen

Manchmal ist es ganz gut, sich die alten Bilder zu vergegenwärtigen. Nasse Wände, von denen der Putz in großen Stücken abfiel. Wasserflecken an der Decke, Vogeldreck auf den Bänken, der ganze Unrat von Jahrzehnten. Und was haben die Gadower gemacht? Anstatt die Hände überm Kopf zusammenzuschlagen, haben sie die Ärmel hochgekrempelt. Inzwischen ist die Gadower Kirche zu einem Schmuckstück geworden ein Beispiel dafür, dass viele "kleine Leute", wenn sie gemeinsam ein Ziel verfolgen, etwas Großes zustande bringen.

Wenn jetzt in absehbarer Zeit die Orgel aus Malchow zurückgeholt werden kann, dann wird damit so etwas wie das I-Tüpfelchen auf die jahrelangen Bemühungen gesetzt, die Kirche wieder in einen würdigen Zustand zu versetzten.

Die Autorin dieser Zeilen hatte gestern in Malchow die Gelegenheit, die Gadower Orgel schon mal zu hören und weiß: Es gibt im Dorf allen Grund, sich auf die Rückkehr ihres Instrumentes zu freuen. Und fürs nächste Jahr kann der Förderverein schon jetzt das ein oder andere Orgelkonzerte mit im Programmheft aufnehmen. Die 12 000 Euro Lottmittel sind gut angelegt. Und das restliche Geld kriegen die Gadower auch noch zusammen. Wer schon so viel geschafft hat, packt auch das noch.

Märkische Allgemeine vom 21. August 2012

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