Förderverein will Kirche beleben

Dahmsdorf (MOZ) Mit mehreren Veranstaltungen, aber auch mit regelmäßigen Öffnungszeiten will der Förderverein Dahmsdorf die seit vergangenem Jahr fertig sanierte Kirche im Ort beleben. Personell geht der Förderverein nach seiner Jahreshauptversammlung mit unveränderter Führungsmannschaft in die Zukunft.

 
© Cornelia Link

"Wir haben uns einiges vorgenommen", sagt Lothar Stange, der Vorsitzende des Dahmsdorfer Fördervereins. Zwei Termine für Konzerte in der St.-Thomas-Kirche, eine der ältesten Feldsteinkirchen in ganz Brandenburg, stehen mittlerweile fest. Am Sonntag, 3. Juni, ab 15 Uhr, tritt der Gemischte Chor Markgrafpieske in dem kleinen Gotteshaus am Dorfanger auf. Voraussichtlich am Sonntag, 21. Oktober, folgt dann ein Gastspiel des Männerchores aus Beeskow.

Dem Interesse an ihrer Kirche wollen die Dahmsdorfer aber auch darüber hinaus Rechnung tragen. Ab sofort ist das Gemäuer an allen Wochenenden zur Besichtigung geöffnet, der Förderverein kümmert sich um Öffnung und Schließung. "Das wollen wir den gesamten Sommer über durchhalten. Bereits in der Vergangenheit hatten wir mitunter Anfragen von Touristen, die gerne die Kirche besichtigt hätten", sagt Stange. Und auch während der Woche gibt es künftig eine Möglichkeit, das Gotteshaus zu betreten. Laut Stange ist im nahegelegenen Landgasthaus am Dolgensee ein Schlüssel erhältlich.

Auch mit fachlichen Informationen über die im 13. Jahrhundert errichtete Kirche sollen Interessenten bald versorgt werden. Das Dahmsdorfer Mineralogen-Ehepaar Klaus und Ursula Steinike, das bereits eine wissenschaftliche Arbeit über das Gebäude verfasst hat, will seine Erkenntnisse über die Historie laut Stange in einem Info-Flyer zusammenfassen. Erhältlich sein soll das Blatt dann in der Kirche und im Landgasthaus.

Der Dahmsdorfer Förderverein kann unterdessen auch im siebten Jahr seines Bestehens auf eine stabile Mitgliederzahl setzen. Gut 20 Mitstreiter hat Stange, der auch Ortsvorsteher des 120-Seelen-Dorfs ist, um sich geschart. "Darunter sind auch einige Bewohner der Bungalowsiedlung, die hier ihren Zweitwohnsitz haben", sagt er. Bei der Jahreshauptversammlung wurde er von den Mitgliedern im Amt bestätigt, ebenso wie seine Vorstandskollegen Klaus Edinger als sein Stellvertreter und Sigrid Schuster als Schatzmeisterin.

Märkische Oderzeitung vom 22. Mai 2012

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