Erstes Fenster ist bezahlt

Ketziner St.-Petri-Kirche erhält Spende

KETZIN/HAVEL - Es war zwar kein Sechser im Lotto, aber trotzdem löste die Spende der sparkasseneigenen Lotteriegesellschaft beim Förderverein der Ketziner St.-Petri-Kirche große Freude aus. "Mit den 5000 Euro und den schon gesammelten 2800 Euro können wir das erste Fenster erneuern", sagt der Vorsitzende Torsten Raab.

Etwa 6000 Euro kostet solch ein zehnflügliges Fenster, das 6,50 Meter hoch und 1,50 Meter breit ist. Insgesamt gibt es elf Stück in der Ketziner Kirche. Vier müssen komplett ausgetauscht werden. "Das Holz hat sich nach innen gewölbt, sie lassen sich kaum noch schließen und es zieht durch", erklärt Raab. Sieben der riesigen Fenster können wohl saniert werden. Noch sei das aber alles nicht ganz klar, weil die denkmalrechtliche Genehmigung zum Austausch der Fenster gerade erst beim Landkreis beantragt wurde. Er hoffe darauf, dass nach der Konzertsaison in der Kirche im September die Arbeiten beginnen.

Mit der Fenstersanierung beginnt der nächste große Bauabschnitt an der St.-Petri-Kirche. Nach dem Turm und dem Dach ist nun die Fassade an der Reihe. Rund 300 000 Euro wird das Projekt kosten. "Wir werden versuchen, über Fördermittel und durch Sammelaktionen bei Konzerten und im Kirchencafé so viel wie möglich zusammen zu bekommen", so Raab. Dazu komme laut Pfarrer Thomas Zastrow natürlich auch ein Eigenanteil der Kirchengemeinde Ketzin. Trotzdem werde die Fassade wohl nicht in einem Ruck, sondern in mehreren Abschnitten erneuert.

Fördervereinschef Torsten Raab jedenfalls hat mit Blick auf die Fenster nur einen Wunsch: "Ich möchte es noch erleben, dass alle ausgetauscht oder aufgearbeitet sind", sagt der 49-Jährige. Der 18 Mitglieder zählende Förderverein für die Kirche und den evangelischen Kindergarten wurde im Juni vergangenen Jahres gegründet. (Von Jens Wegener)

Märkische Allgemeine vom 19. Mai 2012

   Zur Artikelübersicht