"Jeder Cent zählt"

Förderverein Klosterkirche sammelt weiter / Vorstand gewählt

NEURUPPIN - "Ich liebe wie Sie alle die Klosterkirche", sagt Susanne Graap, Pfarrerin in Neuruppin. Die Theologin war zur Versammlung des Fördervereins Klosterkirche am Donnerstag gekommen. Mit ihrem Besuch wolle sie gegenüber den Mitgliedern die Wertschätzung der Kirchengemeinde zum Ausdruck bringen, sagt Pfarrerin Graap.

Das, was die zehn Mitglieder seit ihrer Gründung vor acht Jahren geschafft haben, ist beachtlich. Sie sammelten Geld für Blitz- und Graffitischutz, ließen ein Holzschutzgutachten erstellen, stemmten die Restaurierung der Kirchentüren. Allein diese kostete 31 699 Euro. Den Betrag hat der Verein bis auf rund 4000 Euro abgezahlt. Umso erfreuter war die Vereinschefin Rosswieta Funk, als sie in der Spendenbox des Vereins in der Klosterkirche einen 100-Euro-Schein fand. Im vergangenen Jahr spendeten Besucher der Kirche 387 Euro.

Den Vereinsmitgliedern liegt die Kirche am Herzen. Das Ehepaar Sobecki lebt seit 40 Jahren in unmittelbarer Nachbarschaft. "Wir haben erlebt, wie 1981 der Dachreiter herunter fiel", sagt Dieter Sobecki. Er hat den Baufortschritt jeden Tag vor Augen.

Ein großer Teil der Restaurierung ist laut Susanne Graap geschafft. Die Türme sind neu gedeckt. Das alles kostet Geld. "Jeder Cent zählt", sagt die Pfarrerin. Um so mehr Hochachtung zollt sie der Tatsache, dass so ein kleiner Verein bisher so viel Geld zusammen bekommen hat. Aber auch tatkräftige Hilfe ist willkommen. Im August finden die Brandenburgischen Sommerkonzerte unter anderem in der Klosterkirche statt. Die Gemeinde ist an diesem Tag für die Kuchentafel für mehrere Hundert Besucher zuständig. "Da würden wir uns über Ihre Hilfe freuen", so Graap.

Der Verein wird in bewährter Art weiterarbeiten. Das garantiert der Vorstand unter Rosswieta Funk. Sie wurde als Vorsitzende wieder gewählt. "Sie hat unser aller Vertrauen. Da brauchen wir nichts zu ändern", sagte die Rechnungsprüferin Marianne Stärke. Im Amt bleibt auch Schatzmeisterin Monika Broistedt. "Wer unseren Posten haben will, kann ihn haben", hatte sie vor der Wahl gesagt. Doch es riß sich niemand darum. Alle waren mit der bisherigen Leitung zufrieden. Auch Protokollführerin Doris Scherler und Marianne Stärke machen weiter.ds

Märkische Allgemeine vom 03. Mai 2012

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