Junge Philharmoniker begeisterten

Eröffnungskonzert der Reihe "Musikschulen öffnen Kirchen" in der Wilsnacker Wunderblutkirche

BAD WILSNACK - "Es ist für uns ein Glücksfall, dass auf Initiative des Landrats das Eröffnungskonzert der diesjährigen Konzertreihe "Musikschulen öffnen Kirchen" in der Wunderblutkirche stattfindet", sagte Jochen Purps, der Vorsitzende des Fördervereins Wunderblutkirche. Dass Wilsnack noch vor Potsdam ausgewählt wurde, zeige, dass die Wilsnacker Kirche auch überregional als Konzertort wahrgenommen werde.

Besonderen Dank richtete er an die Wemag und die Sparkasse Prignitz für ihre Sponsoring-Tätigkeit. "Ohne deren finanzielle Mithilfe beim Bühnenbau hätten wir die Kirche nicht in einen Konzertsaal verwandeln können", sagt er. Auch die MAZ gehört zu den Sponsoren der Konzertreihe.

Purps lobte den Fleiß der rund 80 mitwirkenden Kinder und Jugendlichen der Jungen Philharmonie Brandenburg im Alter zwischen 13 und 25 Jahren, die unter Leitung ihres Dirigenten Aurélien Bello eine Woche zuvor fleißig geprobt und ihre Ferien dafür geopfert hätten. Mit Gideon und Philip Schunn aus Wittenberge wirken auch zwei Prignitzer in dem Orchester mit.

Das Konzert stand unter dem Motto "Russische Meisterwerke". Vorgetragen wurden "Bilder einer Ausstellung" von Modest Mussorgski in einer Bearbeitung von Aurélien Bello sowie die Symphonie Nummer vier von Peter Iljitsch Tschaikowski.

Vor dem Gotteshaus verkauften Mitglieder des Fördervereins Wunderblutkirche russische Spezialitäten wie Nougathörnchen und russische Backwaren aus Dinkelmehl, Quark und Bärlauch, die der Wilsnacker Bäcker Alfred Mänser gebacken hatte. Es gab Apfeltee und schwarzen Tee aus dem Samowar und bei Bedarf auch einen Wodka.

"Es ist eine große Ehre für uns, das Eröffnungskonzert hier erleben zu dürfen", sagte Landrat Hans Lange. Die Konzertreihe zugunsten des Erhalts der Kirchen befinde sich nun im sechsten Jahr und von Anfang an sei die Musikschule Prignitz daran beteiligt. Der Erlös des Konzertes am Sonnabend fließt in voller Höhe der "Stiftung zum Erhalt der Kirchen in der Prignitz" zu. "Wir freuen uns sehr auf das Konzert. Als Kirchengemeinde sehen wir es als unsere Aufgabe an, sakrale Räume für öffentliche Anliegen zu öffnen", sagte Pfarrer Daniel Feldmann. Rund 300 Besucher erlebten ein Konzert der Extraklasse und spendeten den jungen Musikern dafür frenetischen Applaus.

Ermöglicht wurde das Konzert mit Hilfe des Ministeriums für Wirtschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg und vieler fleißiger Helfer. Die Junge Philharmonie Brandenburg vereint als Landesjugendsinfonieorchester die besten Nachwuchsmusiker des Landes. In diesem Jahr feiert die Junge Philharmonie ihr 20-jähriges Bestehen. (Von Jens Wegner)

In diesem Jahr sind noch 50 weitere Konzerte der Reihe "Musikschulen öffnen Kirchen" zu erleben. In der Prignitz finden sie unter anderem am 21. April in der Kirche Lindenberg, am 28. April in der Kirche auf dem Berge Döllen, am 13. Mail in der Kirche Gadow oder am 16. Juni in der Kirche Rosenhagen statt.

Märkische Allgemeine vom 16. April 2012

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