Zwei neue Register für die Kirchenorgel

Hasenfelde (MOZ) Das Restaurieren der Landow-Orgel (1857) in der Kirche geht voran. In dieser Woche zwängten sich Christian Miethe und Gaston Botz von der Müllroser Orgelbau-Firma Sauer täglich ins Innerste des Instruments, um zwei weitere Register zu erneuern.

 
Im Innern der Landow-Orgel: Viele neue Pfeifen aus Metall und Holz hat Orgelbauer Christian Miethe in dieser Woche in das Hasenfelder Instrument eingebaut und fest geleimt. Zum Schutz vor Fingerabdrücken trägt er bewusst Handschuhe.
© Cornelia Link

Das Instrument besitzt insgesamt elf Register und über 500 Pfeifen (Länge: anderthalb Zentimeter bis 2,40 Meter). Fünf Register sind bereits restauriert worden, nun folgen zwei weitere. Mit ihnen erhalte die Orgel in den Klangfarben einen eigenen Charme. "Damit lassen sich nun Konzerte, das Abendmahl, sogar Solisten viel ruhiger begleiten", erklärt Orgelbauer Christian Miethe. Viele der dafür benötigten Pfeifen aus Metall und Holz wurden vorab bereits in der Firma in Handarbeit gefertigt, nun eingebaut. "Bis zum Wochenende wird noch intoniert, die neuen mit den restlichen Registern verbunden", so Miethe. Entfernt habe man zudem viel Schutt aus dem Dachboden. "Der rieselte ins Instrument, setzte die Pfeifen zu. Wir haben den Holzwurm in den Balken bekämpft, die Decke mit Folie verschlossen."

Die Orgelbauer kennen die Kirche, waren oft im Haus. Für die Restaurierung stark macht sich der örtliche Förderkreis Orgel seit 2003, sammelt emsig Spendengeld. Am Sonntag lud er zum Benefiz-Konzert mit Küchenliedern und Moritaten. "70 Besucher haben rund 425 Euro für die Orgel gespendet", freut sich Vereinsmitglied Hans Schneider. Bei der Museums-Nacht (11. Mai), Konzert mit Musikschülern (13. Mai) sowie zwei Hoffesten noch 2012 hoffe man darüberhinaus auf Spenden zugunsten der Orgel.

"73 000 Euro wurden schon verbaut, immer in Etappen, je nachdem, wie Förder- und Eigenmittel vorhanden waren", sagt Schneider. Von gesammelten 17 000 Euro werden gerade die der Register sechs und sieben restauriert, beantragt sei zudem Förderung beim Land für zwei weitere noch in diesem Jahr. "Wir hoffen zum Jahresende insgesamt 90 000 Euro zu haben, dann fehlen bloß noch 15 000 Euro für die letzten beiden Register", so Schneider. Ziel sei, im nächsten Jahr die Orgel komplett fertig saniert zu haben - passend zum 725-jährigen Bestehen von Hasenfelde.

Märkische Oderzeitung vom 30. März 2012

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