Viele Fördertöpfe erfolgreich angezapft

Klausdorfer Kirche wird dieses Jahr saniert

KLAUSDORF - Die dringend nötige Hüllensanierung der Dorfkirche in Klausdorf soll in diesem Jahr erfolgen. Wie Treuenbrietzens Bauamtsleiter, Christoph Höhne, am Montagabend in der Sitzung des Ausschusses für Bauen und Verkehr sagte, gebe es Zusagen für Fördergeld aus verschiedenen Töpfen. Gesichert sei eine Zuwendung aus dem Programm zur Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) in Höhe von 39 300 Euro. Die Untere Denkmalschutzbehörde des Kreises steuert 10 000 Euro bei. Aus der Stiftung alte Häuser, an der die Stadt Treuenbrietzen beteiligt ist, fließen 2000 Euro. Über eine Zuwendung der Staatskanzlei der Landesregierung Brandenburg flossen 1000 Euro. Zudem werde der Förderverein zum Erhalt der Klausdorfer Kirche "3500 bis 4000 Euro beisteuern", sagte der Bauamtsleiter gegenüber der MAZ. "Der Rest soll über einen Kredit finanziert und vom Verein abgestottert werden", so Höhne. Wie bereits bei der Kegelbahn und dem Kino in Treuenbrietzen bleibt die Stadt Eigentümer der 1908 erstmals geweihten Kirche. Ihr war das Haus mit Auslaufen des Schuldrechtsanpassungsgesetzes zugesprochen worden. Die Kirchengemeinde lehnte eine Übernahme damals ab.

Der im April 2010 gegründete Förderverein um seine Vorsitzende Antje Rettschlag will das Haus als Begegnungsstätte für die 75 Dorfbewohner herrichten und betreiben. Kulturveranstaltungen aber auch Gottesdienste und Trauerfeiern sind vorgesehen. Über verschiedene Aktionen wie Frühlingsfest und Weihnachtsmärkte hatte der Bürgerverein für sein Vorhaben geworben und Spendengeld eingespielt.

Gestern Abend informierte sich die CDU-Bundestagsabgeordnete Andrea Voßhoff vor Ort über das Projekt. "Ich habe einen äußerst positiven Eindruck vom Engagement des Vereins und der Menschen in den drei Dörfern", sagte die Politikerin der MAZ. Sie sicherte Unterstützung und Werbung zu.

Nach Angaben von Christoph Höhne liegen die geschätzten Baukosten bei rund 65 000 Euro. Dringend saniert werden muss die Fachwerkkonstruktion des Turmes. Sie weist Balkenbrüche und gefährliche Risse auf. Danach werden Mauerwerk und Putz erneuert. "Das Dach des Kirchenschiffes ist zum Glück noch in Ordnung", sagte Christoph Höhne. (Von Thomas Wachs)

Märkische Allgemeine vom 15. März 2012

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