Sakraler Schatz

Schwedt (MOZ) Farbige Deckenbemalungen, eine vergoldete Taufschale, ein mit Schnitzereien reich verzierter Altar und ein überlebensgroßer Taufengel - das sind nur einige der Schätze, die die Kunower Dorfkirche im Inneren birgt.

Der Freundeskreis "Dorfkirche Kunow" hat sich zur Aufgabe gemacht, die aus dem 13. Jahrhundert stammende Kirche im Schwedter Ortsteil Kunow auch für die nachfolgenden Generationen zu sichern. So sammelt er zusammen mit dem hiesigen Dorfverein Spendengelder für die Sanierung des sakralen Denkmals.

Zu diesem Zweck hat der Freundeskreis die Informationsbroschüre "Mitten im Dorf. Schätze der Kunower Kirche - Eine Bau- und Bildbetrachtung" herausgegeben. Darin sind die historischen Kostbarkeiten des Jahrhunderte alten Gebäudes und dessen Geschichte umfangreich dokumentiert. "Die Einnahmen aus dem Verkauf gehen komplett auf das Konto zur Sanierung der Kunower Kirche", sagt Doris Kessels, die sich ehrenamtlich im Freundeskreis engagiert. Die hauptberufliche Architektin hat Fotos und auch Texte für die Broschüre beigesteuert. Weitere Texte haben die Historikerin Ilona Rohowski sowie Rosemarie Weißmüller vom Kunower Dorfverein verfasst. Die Gestaltung des Layouts hat die Architekturstudentin Katharina Ferjan von der Universität Cottbus übernommen.

Doch nicht nur um Spenden zu sammeln wurde die Broschüre erstellt. Da immer mehr Menschen auf den nahe gelegenen Radwegen an der Dorfkirche in Kunow vorbeikommen, wollte man eine Schrift erstellen, die Touristen und Interessierten in die Hand gegeben werden kann.

Die Finanzierung der Broschüre hat der Dorfverein Kunow in voller Höhe selbst getragen. Entstanden ist eine lesenswerte und informative Broschüre. Sie beinhaltet wissenschaftlich fundierte Fakten sowie zahlreiche farbige Fotografien und historische Abbildungen. Das Format ist handlich und passt in einen Briefumschlag. Das ist bewusst so gewählt worden. So lässt sie sich leicht und kostengünstig verschicken. "Die Broschüre wird nicht nur verkauft, sondern auch an potenzielle Fördermittelgeber verschickt", erklärt Doris Kessels.

Neben der sakralen Nutzung durch die örtliche Kirchengemeinde setzt sich der Kunower Dorfverein auch dafür ein, das Denkmal als Ort für kulturelle, ökologische und soziale Veranstaltungen zu nutzen. Die Kunower sehen ihre Kirche als Wahrzeichen und wollen sie deshalb in das Dorfleben so weit wie möglich einbinden.

"Mitten im Dorf. Schätze der Kunower Kirche - Eine Bau- und Bildbetrachtung" kann gegen Zahlung von 5 Euro plus Versandkosten über den Kunower Dorfverein oder im Stadtmuseum erworben werden. Informationen unter www.kunower-dorfverein.de.

Märkische Oderzeitung vom 14. März 2012

   Zur Artikelübersicht