Glanzstück entsteht

Kirchenrestauration in Heinsdorf geht voran

HEINSDORF - Es ist ein Zusammenspiel von Natur und Kultur, von neu und alt, das die Mitglieder des Fördervereins zur Sanierung der Kirche in Heinsdorf schaffen. Die Kirchenruine wird immer mehr zum "Glanzstück, das glitzert und blinkt" beschreibt Pfarrer Joachim Boekels.

Seine ersten Hauptziele hat der Verein erreicht: Der Putz in der Eingangszone ist instand gesetzt, die Barocktür restauriert und die Elektronik gelegt. Die Glocken läuten schon seit Weihnachten 2010 im sanierten Kirchturm. Insgesamt sind in den vergangenen vier Jahren 125 000 Euro in die Ruine geflossen, davon sind knapp 21 000 Euro durch Spenden der Heinsdorfer und Sympathisanten zusammengekommen. "Es zählen aber auch die Arbeiten, die keiner im Finanzplan sieht", sagt der ehemalige Vorstandsvorsitzende Gerhard Schliebener. Dank das Einsatzes der Vereinsmitglieder und weiterer Freiwilliger konnten 12 000 Euro gespart werden.

Nun stehen weitere Arbeiten an: Die überdachte Kirchenmauer und die anliegenden Stützpfeiler sollen saniert, der Veranstaltungsraum mit dem provisorischen Notdach abgeschlossen werden. Das prunkvolle Dach mit Lichtband steht erst 2013 auf dem Plan. Angedacht ist auch eine Freilichtbühne.

Da es finanziell in den nächsten Jahren "dünn wird", so Schliebener, "haben wir uns entschlossen den hinteren Teil der Kirche nicht mehr freizulegen". Die Wände im Inneren bleiben ebenfalls unberührt. Insgesamt 380 Kubikmeter Schutt müssen in der Ruine abgetragen werden. Davon stehen nur noch 15 Kubikmeter aus. Die Auflagen des Denkmalschutzes, alles per Hand abzutragen, erschwerten die Bedingungen. "Gerade für die Älteren des Vereins ist das kaum möglich", erklärt Schliebener, "manche Steine sind so groß, die könnten wir nicht einmal anheben." Dennoch geht es 2012 mit Schubkarre und Eimer weiter, damit die Kirche in vollem Glanz erstrahlen kann. (Von Christin Iffert)

Märkische Allgemeine vom 10. März 2012

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