Futter für Leseratten

Der Förderverein Bechliner Kirche organisiert einen Büchertauschtag

NEURUPPIN - Immer auf der Suche nach neuen Ideen ist der 2005 gegründete Förderverein für die Bechliner Kirche. Am 22. April setzen die Vereinsmitglieder eine um, die es so in der Region noch nicht gab: einen Büchertauschtag. "Wir lesen selbst viel und tauschen Lesestoff mit den Nachbarn", sagt Vereinsmitglied Andreas Schulz. So kam die Idee auf, die Tauschaktion einmal im größeren Stil aufzuziehen. "Wir haben bereits Konzerte und Lesungen in der Kirche gehabt. Jetzt probieren wir mal etwas Neues."

Gedacht ist, dass Leute ihre gelesenen Bücher mitbringen und sie gegen andere eintauschen. Die Idee hatte Andreas Schulz. Doch der Bechliner ist nicht der einzige mit originellen Plänen. "Der Verein ist sehr lebendig. Hat einer eine gute Idee, wird sie aufgegriffen", sagt Schulz. So wie der Vorschlag von Ralf Bernoth. Auf seine Anregung hin gucken die Bechliner größere Fußballereignisse wie Welt- und Europameisterschaften auf einer großen Leinwand gemeinsam. Auch die Idee eines Sternchenfestes im Advent geht auf Bernoths Konto.

Sein Vereinskollege Andreas Schulz arbeitet zurzeit ein Quiz für den Büchertauschtag aus. Zehn allgemeine Fragen querbeet durch die Literatur sind zu beantworten. Fontane darf dabei nicht fehlen, ebenso wenig wie Bechlin. Schulz hat ein Mädchen aus dem Ort für die geplante Lesung gewinnen können. Für die Kinderlesungen stellt er sein Tipi zur Verfügung. Das hat er vor drei Jahren bei der MAZ gewonnen.

Ansonsten sieht das Programm des Fördervereins für dieses Jahr wieder zwei oder drei Konzerte in der Kirche vor. Natürlich ist auch das Sternchenfest im Advent ein unbedingtes Muss. Beim Tag des offenen Denkmals im September werden Kirchenführungen und Turmbesteigungen angeboten.

Die 40 Vereinsmitglieder bemühen sich engagiert um den Erhalt der Dorfkirche. Viel haben sie bereits bewegen können. Der Kirchhof wurde durch mehrere Arbeitseinsätze wieder in einen parkähnlichen Zustand versetzt. Der Verein hat die Planung für die Sanierung in Auftrag gegeben und finanziert. Zudem hat er ein Nutzungskonzept erarbeitet. Das wird zurzeit überarbeitet.

Auch sonst ist der Verein wieder einen Schritt weiter. Vor zwei Wochen haben die Neuruppiner Stadtwerke begonnen, die Kirche an das öffentliche Wasser-, Abwasser- und Gasnetz anzuschließen. Das ist die Voraussetzung für den geplanten Einbau von Gemeinderäumen im Kirchturm. Ds

Märkische Allgemeine vom 28. März 2012

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