Verschiedene Farben Sandstein

Restaurator setzt Arbeiten in Pinnower Kirche fort / Kultursonntage erfolgreich

PINNOW - Die rechte Seite zeigt, wie die linke einmal aussehen könnte: quadriert in ganz unterschiedlichen Sandsteintönen. Bislang ist die Ostseite der Pinnower Kirche erst zu einem Teil restauriert. Wenn die Kirche im September 150 Jahre alt wird, soll jedoch möglichst die gesamte Wand fertig sein. Spenden sollen die Arbeiten finanzieren. Wie das gehen könnte, stellte Architekt Wolfgang Thumann am Freitag auf einer Mitgliederversammlung des "Fördervereins Kirche in Pinnow" vor: 28 Quader in unterschiedlichen Größen sind zu bezahlen, so hat er ausgerechnet. Der kleinste 20 Euro, der größte 470 Euro.

Bis zum Festgottesdienst soll auch die Kanzel restauriert sein. Zwar liegt die dafür notwendige Spendenzusage noch nicht vor. Die Vereinsmitglieder gehen jedoch davon aus, dass ein regionales Geldinstitut die Kirche auch in diesem Jahr wieder fördern wird. "Wenn man zum Jubiläum in die Kirche kommt, wird man schon einen Eindruck bekommen, wie die Kirche einmal aussehen könnte", sagt der Vorsitzende des "Fördervereins Kirche in Pinnow" Klaus Sokol.

Der Musiker zog am Freitag eine positive Bilanz der Kulturveranstaltungen. Die Kultursonntage hätten sich inzwischen etabliert. "Wir sind immer bekannter geworden", sagte Sokol. Das Programm für die nächsten zwei Jahren sei bereits abgesichert. Mit einer Ausstellungseröffnung mit Arbeiten von Schülern des Veltener Hedwig-Bollhagen-Gymnasiums beginnen Ende April die diesjährigen Kulturveranstaltungen.

Hinter der Kirche entsteht in diesem Jahr ein kleines Gartenhaus, in dem künftig Rasenmäher, Schubkarre und andere Gartengeräte Platz finden sollen. Im März werden die Arbeiten beginnen, bis Mitte April soll das Häuschen fertig sein.

Finanziell steht der Förderverein ganz gut da. Rund 16 700 Euro Spenden konnte seine Schatzmeisterin im vergangenen Jahr verbuchen. Fast 3000 Euro Überschuss nahmen die Vereinsmitglieder bei Konzerten und Kuchenbüfetts ein. Für den eigentlichen Vereinszweck die Restaurierung der Kirche konnte der Verein im vergangenen Jahr gut 14 000 Euro ausgeben. (Von Frauke Herweg)

Märkische Allgemeine vom 27. Februar 2012

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