Der Schuldenberg wird kleiner

Förderverein unterstützt Klosterkirche

NEURUPPIN - "Das, was wir als kleiner Verein leisten können, ist nur ein kleiner Tropfen auf den heißen Stein", sagt Rosswieta Funk. Immerhin hat es der Förderverein für die Klosterkirche geschafft, die Sanierung der Klosterkirchentüren zu stemmen.

Zum ersten Stammtisch dieses Jahres, der vorigen Mittwoch im Neuruppiner Lokal "Zur Wichmannlinde" abgehalten wurde, kamen wegen Krankheit von zehn Mitgliedern nur vier. Seit 2004 gibt es den Verein, der sich für den Erhalt der Kirche engagiert. "Wir sammeln Geld, um die Kirchengemeinde zu unterstützen", sagt Vereinschefin Funk. Das haben sie bisher mit Erfolg gemacht. Mit ihrem finanziellen Beitrag wurden die Kirchentüren saniert. Mit Holzgutachten, Graffitischutz und Blitzschutz war das eine Investition von über 31 000 Euro. Einen Teil hat die Kirche vorfinanziert. Der Verein hat noch 4406 Euro Schulden bei ihr.

"Das ist viel für so ein paar Leutchen wie wir. Aber das schaffen wir auch noch", sagt Rosswieta Funk. Im vergangenen Jahr konnte der Verein 2000 Euro an die Kirche überweisen. Bei der Auktion für die Sanierung der Kirche erbrachte ein Aquarell mit den Klosterkirchentürmen, das dem Verein gehört, 450 Euro.

Geld bekommt der Verein neben Mitgliedsbeiträgen und Spenden auch durch den Verkauf von Keramiktassen und Schmalztöpfchen. Die Tassen stellt Michael Führmann zur Verfügung. Der ehemalige Neuruppiner, der in Baden-Württemberg lebt, unterstützt den Verein.

Alles, was an Geld hereinkommt, kommt auch der Kirche zugute. Die Mitglieder gönnen sich kein Weihnachtsessen aus der Vereinskasse. Selbst die Post tragen sie selbst aus, um das Porto zu sparen.

"Wir wünschen uns mehr Mitstreiter, besonders jüngere Leute, die neue Ideen einbringen", sagt Rosswieta Funk. Der Arbeitsaufwand hält sich in Grenzen. Vier Mal im Jahr treffen sich die Mitglieder. "Unsere Aufgabe ist nur, Geld zu sammeln", sagt Rosswieta Funk. Darin wird sie neben anderen auch von Bärbel-Rosemarie Bohn unterstützt. Sie ist 2009 nach 30 Jahren wieder in ihre alte Heimat zurück gekehrt und engagiert sich im Verein für das Wahrzeichen Neuruppins. ds

Märkische Allgemeine vom 18. Januar 2012

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