St. Thomas wieder in Besitz genommen

 
Altar-Schmuck: Tuch, Kerzen, Kreuz, Bibel und Blumen brachten die Ältesten, darunter Ernst-Wolfgang Neumeister (r.), zu Beginn des Dankgottesdienstes in die Kirche.
© Cornelia Link

Dahmsdorf (MOZ) Das Ende der Sanierung der St.-Thomas-Kirche in Dahmsdorf ist gestern Nachmittag mit einem Dankgottesdienst gefeiert worden. Im denkmalgeschützten Haus waren alle Plätze besetzt.

Die kleine Wehrkirche aus dem 13. Jahrhunderts gehört zu den ältesten Gotteshäusern Brandenburgs. Seit 2009 erlebte sie einen Ansturm an Bauleuten zuerst wurde das Dachtragwerk von Turm und Kirchenschiff saniert, das Dach gedeckt. 2010 begannen die Arbeiten im Innern, an der Kirchenausstattung und der Fassade bis zum Wochenende.

Begleitet von Glockengeläut zogen zu Beginn die Ältesten der Kirchengemeinde in die Kirche ein und schmückten den Altar. Nach dem Bläserspiel des Posaunenchors äußerte sich Pfarrer Sven Tiepner bei der Begrüßung mehrfach dankbar. "Zum einen, dass nach drei Jahren die Kirche im neuen Glanz erstrahlt, niemand zu Schaden kam, zum anderen, dass die Malerfarbe trocken geworden ist, auch das Geld von Land, Stiftungen, Kirchenverbänden und Förderverein Dahmsdorf gereicht hat. Wir nehmen jetzt St. Thomas wieder in Besitz, als Ort für alle Dahmsdorfer und Wendisch Rietzer."

Gemeinsam wurde daraufhin gesungen und gebetet. Die Predigt hielt Superintendent Frank-Schürer-Behrmann vom evangelischer Kirchenkreis Fürstenwalde-Strausberg. Nach Kirchenchor und Grußworten, wie von Kreis-Dzernent Rolf Lindemann, Scharmützelsee-Amtsdirektor Carsten Krappmann und Ortsvorsteher Lothar Stange wurde draußen in einem Zelt zum Empfang geladen. Aktiv war dabei Frank Schuster. "Die Kirche ist wirklich schön geworden", so das Fördervereins-Mitglied. Er freute sich, dass man bei Gottesdiensten nun nicht mehr nach Reichenwalde oder Wendisch Rietz ausweichen muss.

Märkische Oderzeitung vom 04. Dezember 2011

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