Das Ziel rückt näher

KIRCHE: Gemeindekirchenrat stimmt für Sanierung des Wutiker Gotteshauses / Förderanträge werden gestellt

WUTIKE - Seinem Ziel ein ganzes Stück nähergekommen ist der Freundeskreis der Wutiker Kirche. Der Förderverein hatte sich im Januar 2011 gegründet und zur Aufgabe gemacht, das Gotteshaus zu sanieren. Kürzlich beriet der Vorstand über das Stellen weiterer Förderanträge für verschiedene Bauabschnitte.

Ebenfalls in diesem Monat hatte der Gemeindekirchenrat Rosenwinkel-Wutike die Sanierung der Kirche mit Feldsteinteil aus dem 14. Jahrhundert und angebauten Fachwerkteilen beschlossen. Das teilte Gemeindepädagoge Oliver Neick, zuständig für den Pfarrsprengel Dahlhausen (mit Wutike), jetzt mit. Neick sagte: "Für die Sicherung der Finanzierung werden Förderanträge innerhalb des Ile-Leader-Programms, beim Kirchenkreis Kyritz-Wusterhausen und bei der Landeskirche gestellt. "Nur mit der Bewilligung der beantragten Mittel und aufgrund des Engagements vom Förderverein und vieler Freunde der Wutiker Kirche wird es möglich sein, die Eigenmittel der Kirchengemeinde etwa zu verfünffachen und damit die Sanierung in Angriff zu nehmen", so Neick. Da die Bewilligungsverfahren unterschiedlich lange dauern, rechnet er mit einem endgültigen Bescheid frühestens im Juni 2012.

Es liegt ein unverbindlicher Entwurf zum vorläufigen Finanzierungsplan der Kirchensanierung mit einem Gesamtbetrag von 254 146 Euro vor. Demnach rechnet man mit einer Ile-Förderung in Höhe von mehr als 160 000 Euro, einem Eigenanteil der Kirchengemeinde von rund 46 000 Euro. Von der Landeskirche erhofft man sich 20 000 Euro. Der Förderverein soll 8000 Euro aufbringen. Helga Scheibner, Vereinsvorsitzende, sagt: "Die Spenden belaufen sich bisher auf knapp 4000 Euro."

Der Vorstand mit dem Vize-Vorsitzenden Jörg Kunkel, der Schatzmeisterin Patrizia Müller und Burkhard Müller als Mitglied hatte in diesem Sommer mehrmals Besuch von Fachleuten an und in der Kirche. So bestätigten zum Beispiel Sachverständige vom Verein "Alte Kirchen Berlin/Brandenburg" unter anderem den Sanierungsbedarf von Glockenstuhl und Gebälk sowie für den Fachwerkteil. Darüber hinaus sind Arbeiten am elektrischen Glockengeläut, am Gemäuer und an der Fassade des Gotteshauses sowie im Inneren notwendig.Zur jüngsten Vorstandssitzung waren auch Oliver Neick und Philippa Holzrichter vom Architekturbüro Breitenfeld gekommen. Das Büro betreut die Arbeiten, wenn alles bewilligt ist. (Von Hajo Nitschke)

Märkische Allgemeine vom 19. November 2011

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