Regenwasser beschädigt Kirchenmalerei

ANNAHÜTTE Die Westfassade der Henriettenkirche zeigt sich gegenwärtig hinter Baugerüsten versteckt. Grund dafür sind Bauarbeiten an der Fassade und im Übergangsbereich zum Dach.

 
Hinter Baugerüsten versteckt zeigt sich die Henriettenkirche.
Foto: str1

"Seit einigen Monaten beobachteten wir, dass zunehmend Regenwasser in das Innere der Kirche gelangt und hier die Ausmalung beschädigt", berichtet Friedhelm Noack, der langjährige Vorsitzende vom Förderverein Annahütte – Lausitz. Der Förderverein kümmert sich seit 13 Jahren um den Erhalt und die Nutzung der Kirche, die kurioserweise nicht der Landeskirche, sondern der Gemeinde Schipkau gehört.

Mittels des Baugerüstes sind die Problemstellen im komplizierten Übergangsbereich von Fassade und Dach gesucht und beseitigt worden. "Zudem wollen wir Risse im Mauerwerk verschließen", so Noack. Die mit der Denkmalbehörde abgestimmten Arbeiten werden von einem Bauunternehmen aus Annahütte ausgeführt und sollen bis Ende Oktober abgeschlossen sein. Wahrscheinlich fallen noch in dieser Woche die Baugerüste.

Die Reparaturarbeiten kosten mehrere Tausend Euro. Die Finanzierung war nur möglich durch eine größere Spende einer Privatperson aus dem Kreis der Familie Heye. 1872 hatte der Hamburger Kaufmann Friedrich Carl Theodor Heye die damals bei Särchen (heute Annahütte) befindliche Emilienhütte erworben und zu einem führenden Betrieb der Blei- und Behälterglasproduktion gemacht. "Ohne diese Spende hätte der Förderverein die Reparatur nicht bezahlen können", dankt der Vorsitzende.

Die nächste finanzielle Herausforderung kündigt sich indes bereits an. Die Wasserflecken, die sich im Inneren der Kirche gebildet haben, müssen beseitigt und die kostbare Innenmalerei erneuert werden. Die Mitglieder des Fördervereins haben diese Arbeiten für 2012 geplant.

Die Pforten der 1905 erbauten Henriettenkirche öffnen sich am 30. Oktober zur nächsten öffentlichen Veranstaltung. Der Weltenradler Thomas Meixner berichtet in einer spannenden Dia-Show über seine außergewöhnlichen Reise-Abenteuer auf dem Drahtesel.

Andrea Budich

Lausitzer Rundschau vom 20. Oktober 2011

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