Die Glocke läutet

KIRCHE: Bewegende Einweihung in Werbig

WERBIG - Der neue Kirchturm und die Glocke der Werbiger Kirche wurden am Sonnabend eingeweiht. In einer bewegenden Zeremonie wurde die bisherige alte Brandglocke ausgeläutet und die neue im restaurierten Kirchturm eingeläutet. Bürgermeister Ernst Werner begann um 17.40 Uhr die aus dem 13. Jahrhundert stammende Glocke zu läuten. Die Glocken der umliegenden Dörfer schlossen sich an. Nach fünf Minuten setzte dann die neue Glocke im Turm ein und die anderen verstummten. Doch Ernst Werner, der sich gemeinsam mit den Fördervereinsmitgliedern für den Neubau eingesetzt hatte, musste noch etwas tun. Er schwang sich auf das Stahlgerüst und gab mit dem Klöppel Zwischentöne. Ergriffen nahmen die Gemeindeglieder, die Mitglieder des Fördervereins, Bauausführende und die vielen Zuschauer an diesem historischen Moment teil.

Begonnen hatte der Festtag der Gemeinde mit einem gemeinsamen Kaffeetrinken auf dem Platz vor dem Kirchhof. Die Gespräche drehten sich um Erlebnisse rund um die Kirche. Manch ältere Kirchenmitglieder dachten wohl auch daran, dass sie kaum gehofft hatten, ihre Kirche noch einmal mit neuem Turm und neuer Glocke zu erleben.

Die Weihe erfolgte mit einem Festgottesdienst, gehalten von Generalsuperintendent Martin Herche aus Cottbus und einem sichtlich bewegten Pfarrer Wolfgang Scholz.

Der hatte zuvor die Grußworte der Glockengießer verlesen: "Möge die Glocke nur für den Frieden läuten und niemals wieder zu Kriegszwecken eingeschmolzen werden". (Von Michael Helm)

Märkische Allgemeine vom 19. September 2011

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