Verein will pulsierendes Leben fördern

Gielsdorf (MOZ) Er hat sich Zeit gelassen mit der öffentlichen Vorstellung, der Förderverein "Kirchen Gielsdorf und Wilkendorf". Jetzt tat er es mit einem gelungenen Abend zum Einstieg ins Dorffest.

 
Dorothea Eckert ist die Vorsitzende des jüngst gebildeten Kirchenfördervereins Gielsdorf und Wilkendorf
© MOZ/Gabriele Rataj

Handgemachte Musik von "Schwede und Co. unplugged", Gospelklänge von "Fidelis", rhythmisches Wippen der Füße, Mitsummen, Klatschen und Zugaben kennzeichneten den Vorabend des Dorffestes in der Gielsdorfer Kirche. Mit dieser Veranstaltung stellte sich der "Förderverein Kirchen Gielsdorf und Wilkendorf" als Gastgeber und Beförderer pulsierenden Lebens an diesen Plätzen vor.

Denn dazu ist man im November 2010 angetreten, wie Vereinsvorsitzende Dorothea Eckert in einer musikalischen Pause erläuterte. Nicht nur die kirchlichen Tätigkeiten zu unterstützen ein funktionierendes Gemeindeleben gibt es schließlich , sondern die beiden schönen Feldsteinbauwerke deutlicher als bisher in den Mittelpunkt gesellschaftlichen Lebens im Ort stellen.

Es sind die ältesten und markantesten Gebäude im Ort und in ihnen manifestiert sich zugleich ein großer Teil dörflicher Historie. Als sakraler Bau errichtet, waren die Gotteshäuser Rückzugsort für die Bewohner in Kriegszeiten und seit dem 15. Jahrhundert eng mit der adligen Familie von Pfuel den Patronats- und Gutsherren beider Orte verbunden.

Auch unter diesem historischen Aspekt sieht der Verein seine Aufgaben. Das konnte, wer sich neben Sekt und Selters, Salamibrot oder Schmalzstulle an den bereitliegenden Satzungen und Info-Blättern bediente, unter Zweck des Vereins selbst nachlesen: Heimatpflege und Heimatkunde zu fördern, Kunst und Kultur aus der Region, Ausstellungen, Konzerte, Theater, Erntedank, die eigene Identität und den Tourismus "eben das, was wir hier leben", fasste Dorothea Eckert zusammen.

All das dient ebenso dazu, Spenden einzuwerben und öffentliche Mittel zu beantragen, um den Gemeindekirchenrat bei der Sanierung und dem Erhalt der beiden Bauwerke beistehen zu können.

Die Kirche solle durchaus ein Ort des Glaubens und der Ruhe bleiben, dort jedoch auch ganz verschiedene Menschen miteinander ins Gespräch bringen. Der gelungene Abend gab den Einstand dazu.

Märkische Oderzeitung vom 24. August 2011

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