Schinkel-Kirche kann saniert werden

BAUEN: Geld für Turmhaube ist da

SCHÄPE - Die Sanierung der baufälligen Schinkel-Kirche in Schäpe bei Beelitz kann beginnen. Wie der stellvertretende Fördervereinsvorsitzende Axel Grüsner gestern bestätigte, steht die Finanzierung für die Sanierung der Turmspitze. 81 000 Euro sind für die Haube veranschlagt. Vorgestern wurde ein Gerüst errichtet, das herunterfallende Dachschindeln auffangen kann. Damit ist die drohende Schließung des Gotteshauses und des Friedhofs abgewendet.

An fehlendem Geld drohte die Sanierung im Mai zunächst zu scheitern, weil die Landeskirche ihre Förderrichtlinien für marode Sakralbauten verändert hat. Die vom Förderverein eingeplanten und von der Landeskirche Berlin-Brandenburg in Aussicht gestellten 27 000 Euro wären nach den neuen Regeln nicht bewilligt worden. Auf Drängen unter anderem von Uwe Breithor, dem Vorsitzende des Kreiskirchenrates Beelitz-Treuenbrietzen, sagte die Kirche dennoch ihre Unterstützung und legte sogar noch ein paar Euro oben drauf.

Bis März, wenn die Arbeiten am Turm beginnen sollen, wird nun das Sicherungsgerüst stehenbleiben. Fünf Bauabschnitte sind laut Vereinsvize Grüsner geplant. 2013 soll das Dach des Kirchenschiffes an der Reihe sein. Der Förderverein hat mittlerweile 50 Mitglieder eine stolze Zahl bei 144 Schäper Einwohnern. Einige Unterstützer kommen auch von außerhalb. Bislang haben die Aktiven 14 000 Euro Spenden selbst aufgebracht. Der Kreis Potsdam-Mittelmark hat ebenfalls seine Unterstützung zugesagt. Die Kosten für eine Gesamtsanierung des Gotteshauses beziffert das Büro Götz & Ilsemann auf bis zu 330 000 Euro

Das Bauwerk ist in einem allgemein schlechten Zustand, der Putz bröckelt, Nässe macht sich im Turm breit. Die Grabpflege auf dem Friedhof war seit einiger Zeit schon erschwert, weil die Umgebung des Turmes aus Sicherheitsgründen mit Flatterband abgesperrt worden war.

Die Kirche in Schäpe wurde um 1825 nach Plänen des Baumeisters Karl-Friedrich-Schinkel in klassizistischer Form errichtet. Der Turm stammt von 1864. (uw)

Märkische Allgemeine vom 12. August 2011

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