Dahmsdorfer Kirche wieder eingerüstet

Dahmsdorf (moz) Es geht voran an der kleinen Feldsteinkirche wenn auch für die Bürger des kleinsten Dorfes im Amt Scharmützelsee etwas überraschend. Vergangene Woche wurde das Gotteshaus eingerüstet und mit einem Bauzaun umgeben. Als zweiter großer Bauabschnitt wird derzeit die Außenhaut saniert.

Wichtige Etappen bei der Sanierung der Feldsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert eine der ältesten Brandenburgs sind schon geschafft. Das gesamte Dach erstrahlt im Glanz, auch der Fachwerkturm wurde neu aufgebaut. Tausende Euro wurden ausgegeben vorrangig aus Fördertöpfen des Landes und vom evangelischen Kirchenkreis Fürstenwalde-Strausberg. Aktiv dabei ist auch der Förderverein Dahmsdorf, der bei vielen Aktionen Spendengeld sammelte.

Seit Frühjahr 2010 ging es nun im Kirchen-Innern weiter. "Die Decke ist fertig, der alte Putz zum Teil ab, die Sitzbänke sind zugehängt, alles ist noch Baustelle", erklärte Hans-Georg Werlitz vom Förderverein der MOZ. Weil die Kirche nicht nutzbar ist, weichen die Dahmsdorfer seit Monaten nach Wendisch Rietz und Reichenwalde aus. "Nur letztes Weihnachten war unsere Kirche ausnahmsweise für einen Gottesdienst geöffnet und natürlich voll", so Werlitz.

Trotz der Arbeiten im Innern wunderte sich der Vereinsvorsitzende Lothar Stange vergangene Woche über weitere anrückende Bauarbeiter. "Mittwoch und Donnerstag wurde die Kirche eingerüstet, am Freitag mit einem Bauzaun alles abgesperrt. Klar sind wir erfreut, dass die Sanierung vorangeht. Aber man hätte uns vorab informieren können", schüttelt Stange, zugleich Ortsvorsteher, den Kopf. Der Putz werde ausgebessert, habe Stange erfahren und sorgt sich nun, dass der beige Anstrich, wie schon unterm neuen Dachgesims vorhanden, komplett über die Feldsteine gezogen wird. "Wenn man sie dann nicht mehr sieht, brauchen wir auch nicht mit unserer Feldsteinkirche zu werben", so Stange.

So schlimm wird es, laut Kirchen-Baubeauftragte Petra Kobalz, nicht. "Die Maßnahme war geplant, Lange hat nur die Mail zum Baustart nicht erhalten." Derzeit untersuche ein Restaurator Putz und Außenhaut der Kirche. "Es kann sein, dass da eine leichte Schlemme, eine dünne Putzschicht, übergezogen wird, aber die gab es an Feldstein-Kirchen früher schon", sagt sie. Bis Herbst soll die Sanierung von Fassade und Innenbereich abgeschlossen sein.

Märkische Oderzeitung vom 13. Juli 2011

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