Es geht aufwärts

SANIERUNG: Die Bauarbeiten an der Neuruppiner Klosterkirche haben begonnen

 
Tausende Einzelteile mussten für das tonnenschwere Gerüst abgeladen werden.
Foto: PETER GEISLER

NEURUPPIN - Endlich geht es auch für jedermann sichtbar voran mit der lange angekündigten Sanierung der Neuruppiner Klosterkirche. Gestern haben die Gerüstbauer begonnen, die Türme einzurüsten.

Das ist möglicherweise der aufwändigste Teil der gesamten Bauarbeiten in diesem und im kommenden Jahr. Die beiden Türme müssen bis zur Spitze eingerüstet werden. "Acht Wochen sind dafür eingeplant", sagt Bauleiter Wolfgang Sperling. Und die acht Wochen sind auch nur dann zu halten, wenn das Wetter mitspielt, bei stärkerem Wind müssen die Gerüstbauer ihre Arbeit unterbrechen, wenn es zu heftig regnet ebenfalls.

Rund 65 Meter hoch wird das Gerüst. So etwas zu bauen ist auch für die Firma aus Berlin keine Kleinigkeit. "Das ist ein Sonderbauwerk", sagt Sperling. Das Gerüst muss sich dicht an die Kirche schmiegen. "Da ist fast jede Ebene anders konstruiert", sagt der Bauleiter.

Damit die riesige Stahlkonstruktion überhaupt hält, müssen de Männer etwa auf halber Höhe mit Hilfe von Kränen quer durch die beiden Türme T-Träger aus Stahl ziehen. Der untere Teil des Gerüstes kann an der Kirche verankert werden. Bei den obersten 28 Metern geht das nicht mehr, sie müssen sich weitgehend selbst stützen.

Mindestens 1,056 Millionen Euro wird die Sanierung des Neuruppiner Wahrzeichens nach bisherigen Berechnungen kosten, möglicherweise etwas mehr. Allein auf das Gerüst entfallen laut Pfarrerin Ilona Kretzschmar 300 000 Euro. Je länger das Gerüst steht, um so teurer wird es. "Wir hoffen, dass wir zum Ende des Jahres den oberen Teil zurückbauen können", sagt Ilona Kretzschmar. Das hängt davon ab, wie schnell die Handwerker die Schäden an der maroden Dacheindeckung und der alten Dachkonstruktion reparieren können, und ob sie möglicherweise weitere Schäden entdecken, die bisher noch gar nicht auszumachen waren.(Von Reyk Grunow)

Mehr über die Sanierung steht unter www.helft-der-klosterkirche.de im Internet.

Märkische Allgemeine vom 12. Juli 2011

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