Glocke darf wieder läuten

KIRCHE: Turmrestaurierung in Kantow abgeschlossen / Zweiter Bauabschnitt beginnt nächste Woche

KANTOW - Lange hatten die Kantower auf diesen Moment gewartet. Gestern war es soweit. Die Glocke im Turm durfte endlich wieder läuten. Jahrelang war das verboten, weil der Turm nicht standfest genug war und er deshalb gesperrt wurde. Nun ist er restauriert worden und zeigt sich von außen mit hellem Holz. Nur die Schallluken fehlen noch. "Sie werden in der kommenden Woche angebaut", erzählt Hannedore Reichert. Sie ist die 1. Vorsitzende des Fördervereins Offene Kirche Kantow.

Wenn es ums Detail geht, verweist sie aber lieber an den Baubegleitenden Architekten aus Berlin. Es ist Werner Dünkel. Er freute sich ebenfalls darüber, das der erste Bauabschitt an der Kirche nun beendet werden konnte. Die Arbeiten begannen im November 2009 und verliefen in zwei Abschnitten. Gekostet haben sie insgesamt 150 000 Euro. Es gab Fördermittel.

In der nächsten Woche soll es laut Dünkel nahtlos mit der Sanierung weitergehen. Dann folgen die Arbeiten im Kirchenschiff. Die sollen noch in diesem Jahr fertig werden. Geplant ist der Abriss der Winterkirche und das Abschleifen des Fachwerks. Dann schließen sich die Instandsetzung des Fachwerks und der Dachkontruktion sowie die Eindeckung mit Biberschwänzen an. "Damit sind dann Dach und Fassade der Kiche wieder in Ordnung", so Dünkel. Dann gehe es im Innenraum weiter. Schließlich plane man den Altar, der eingelagert wurde, wieder aufzustellen. "Wenn alles gut geht, sind wir 2012 mit allem fertig", sagt Dünkel. Dass die Arbeiten so gut voran gehen, liege seiner Meinung nach an dem sehr rührigen Förderverein und der engagierten Kirchengemeinde.

Das konnte Superintendent Joachim Harder in seiner Andacht nur bestätigen. "Es ist wichtig und gut, wenn sich eine Gemeinde dahinterklemmt, ungeduldig ist und hartnäckig beim Spendensammlen", lobte der Kirchenmann. Er gratulierte zu dieser ersten Zwischenetappe und freute sich, dass zum Feiern auch viele Gäste aus den Nachbarorten gekommen waren. Bis in den Nachmittag hinein saß man in Kantow gemütlich beisammen bei Gegrilltem, selbst gebackenem Kuchen und Getränken. (Von Sandra Bels)

Märkische Allgemeine vom 03. Juni 2011

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