Kleiner Schritt zur Kirchensanierung

DORFLEBEN: Gemeindekirchenrat und Förderverein sammeln bei Konzerten Spenden für das Gotteshaus Döllen

DÖLLEN - Mit kleinen Schritten will man sich in Döllen dem großen Ziel "Kirchensanierung" nähern. Priorität haben derzeit Arbeiten am Dach und die punktuelle Notsicherung der Fassaden. Erst kürzlich kam wieder Geld bei einem Konzert zusammen. Unter dem Motto "Kirche am Nachmittag" traten junge Musiker der Kreismusikschule Prignitz auf. Sie folgten der Einladung von Gemeindekirchenrat und Förderverein. Beide ziehen an einem Strang für das große Ziel und sammeln Spenden. Aber noch ist der Weg weit. Für die Sanierung werden 170 000 Euro gebraucht. "Unser Förderkreis hat jetzt ein Guthaben von etwas über 12 000 Euro", ließ Jürgen von Freymann wissen. Bei der jüngsten Mitgliederversammlung teilte der Vorsitzende mit, dass die für die geplanten Baumaßnahmen erforderliche denkmalschutzrechtliche Stellungnahme des Landkreises vorliegt. Das sei notwendig gewesen, um an das kirchliche Bauamt mit der Bitte um Förderung herantreten zu können. Der Leiter des kirchlichen Bauamtes, Jürgen Kübart, hatte sich vor Ort von der Notwendigkeit der Förderung der geplanten Maßnahme und der Förderwürdigkeit überzeugt. Die Döllener Kirche stehe derzeit auf Platz 3 der Förderliste des Kirchenkreises, der pro Jahr nur ein Projekt für den Staatskirchenvertrag vorsehen könne. Von Freymann: "Sollte der Förderkreis 40 bis 50 Prozent an Eigenmitteln für die geplante Sanierung aufbringen können, kann die Wartezeit auf Fördermittel möglicherweise verkürzt werden." Ein weiteres Plus verzeichnet der Förderkreis dadurch, dass er ein neues Mitglied hat. Es ist der Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg. Von Freymann hat außerdem Kontakt zu weiteren Sponsoren aufgenommen. Zu- oder Absagen stehen noch aus. (Von Hajo Nitschke)

Märkische Allgemeine vom 30. Mai 2011

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