Mehr ins Licht der Öffentlichkeit

KULTUR: Gnewikower Förderverein will Kirche über die Dorfgrenze bekannt machen

GNEWIKOW - Ihre Kirche bekannter zu machen, das ist eines der Anliegen des Fördervereins der Gnewikower Kirche. Diesem Ziel kommt der 1998 gegründete Verein mit zurzeit 25 Mitgliedern wieder ein Stück näher. Die kleine Dorfkirche ist eine von sieben Stationen des Kunstprojekts Menschenrechtspfad von Esta Ruppin, Deutschem Gewerkschaftsbund und dem Oberstufenzentrum (OSZ). Dabei handelt es sich um ein Demokratieprojekt von Schülern, deren Werke in sieben Kirchen rund um den Ruppiner See zu sehen sind.

Kunstpädagogin Elke Wagner stellte am Sonnabend bei der Mitgliederversammlung den Anwesenden das Projekt vor. In der Gnewikower Kirche werden ein Mobile, Dokumentationen und ein von Schülern verfasster Gedichtband zu sehen sein. "Wir freuen uns, eine der sieben Stationen zu sein", sagte Vereinschefin Sieglinde Siebmann. Wenig erfreut war sie dagegen über die geringe Teilnahme an der Versammlung. Gerade einmal sieben Mitglieder waren gekommen.

"Wir haben viele Helfer. Doch viele wollen sich nicht durch eine Mitgliedschaft im Verein binden", sagt Sieglinde Siebmann. So haben sich Dieter Kaiser und Klaus Henze bereit erklärt, jeden Sonnabend um 18 Uhr die Kirchenglocke zu läuten zum Beginn des Wochenendes.

Es ist noch viel zu tun in und um die kleine denkmalgeschützte Fachwerkkirche. Die Fundamente wurden 2009 trockengelegt. Die für das Frühjahr 2011 geplante Sockelsanierung konnte noch nicht vollständig abgeschlossen werden. Auch die vorgesehene Einebnung des Kirchhofs mit anschließender Rasensaat steht noch aus. Im April haben Vereinsmitglieder den Fußboden der Sakristei hochgenommen. Dabei haben sie Balken gefunden, die zur ehemaligen Patronatsloge gehören könnten. Allerdings ist das Holz von Schädlingen befallen. Nach 48 Jahren ließ sich im vergangenen Jahr ein Paar aus Berlin in der Kirche trauen. Viele Ideen haben die Vereinsmitglieder, um Geld für weitere Vorhaben zu sammeln. So wollen sie zum Sommerfest ein Mittagessen organisieren mit weiß gedeckter Tafel auf grünem Rasen vor der Kirche. "Davon versprechen wir uns viel Zuspruch", sagt Vereinschefin Siebmann. Auch eine Versteigerung ist geplant. Der Erlös kommt der Kirche zugute. Von Mai bis September ist die Kirche an jedem letzten Sonntag im Monat von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Neben Kaffee und Kuchen gibt es Kultur wie Lesungen und kleine Konzerte.

Für Sonntag, 29. Mai, lädt der Förderverein um 14 Uhr zu einem Frühlingskonzert mit dem Gnewikower Frauenchor ""Singender Stammtisch" und anschließender Kaffeetafel ein. (ds)

Märkische Allgemeine vom 18. Mai 2011

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