Mit Gas gegen den Holzwurmbefall

SANIERUNG: In der Steffenshagener Kirche wird alles vor der Aktion abgedichtet

STEFFENSHAGEN - Sie sieht von außen richtig schmuck aus und ist im Innenraum mit prächtigen Deckenmalereien geziert. Doch die Kirche von Steffenshagen (Stadt Pritzwalk) muss jetzt von einem Plagegeist befreit werden, der sie langfristig in ihrem Bestand gefährden könnte. Gestern begannen die Bemühungen, den Holzwurmbefall in der Kirche mit Gas zu beseitigen der einzige halbwegs finanzierbare Weg, der dafür wohl in Frage kommt.

Drei Mitarbeiter der Deutschen Gesellschaft für Schädlingsbekämpfung (DGS) waren mit Vorarbeiten beschäftigt. Denn das Gebäude muss innen komplett abgedichtet werden, damit bei der Bekämpfungsaktion kein konzentriertes Gas es handelt sich um Blausäure nach außen dringt, auch wenn die benutzte Konzentration weit unter den zulässigen Grenzwerten liegt. Kaputte Fenster, Wandrisse und Bodenritzen müssen allesamt abgeklebt werden mit Folie, Spezialpapier und Kleister.

Die eigentliche Aktion ist dann nach Angaben der Mitarbeiter in einer Viertelstunde passiert. Doch danach muss das Gas erst wirken. Schließlich wird die Kirche am Donnerstag entlüftet und zur Gegenkontrolle danach wieder geschlossen. Treten dann am Freitag noch Gaskonzentrationen in der Kirche auf, wird das Ganze nochmal wiederholt so lange, bis alles abgezogen ist. Zum Glück besteht hier kein Zeitdruck in der Steffenshagener Kirche werden sonntags keine Messen gefeiert. (Von Bernd Atzenroth)

Märkische Allgemeine vom 10. Mai 2011

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