Auf Entdeckungsreise in steinernen Gotteshäusern

KEMLITZ Wie lohnenswert der Erhalt der Kirchen im Dahmer Land ist, konnten Teilnehmer der 9. Kirchentour am Wochenende erleben.

 
Musikalischer Abschluss mit Pfarrerin Britta Rostalsky.
Foto: blu1

Annegret Gehrmann vom Förderkreis Alte Kirchen der Luckauer Niederlausitz entführte 15 Interessierte in die Geschichte der Gotteshäuser von Görsdorf, Prensdorf, Rosenthal und Kemlitz.

Die Besucher des geführten Ausflugs kamen nicht nur aus der Region. Bernd Bergmann aus Nürnberg begab sich mit seiner Frau auf die Entdeckungsreise durch die steinernen Gotteshäuser. "Meine Frau kommt aus der Luckauer Gegend. Wir sind immer wieder dabei, wenn eine Kirchentour angeboten wird", erzählte der Bayer. Bisher habe er aber vor allem die Kirchen rund um Luckau kennengelernt.

"Die Kirchen, die wir uns heute angeschaut haben, sind erst seit dem vergangenen Jahr im Förderkreis", erläuterte Förderkreis-Mitglied Berno Kahlmann aus Schlabendorf. Dass auch so kleine Dörfer mit teilweise unter 100 Einwohnern solche Bauten erhalten würden, beeindrucke Bernd Bergmann.

Der Bayer, selbst Mitglied im Förderkreis, sei von dem großen Wissen von Annegret Gehrmann beeindruckt. Jedes Bethaus habe seine Besonderheiten, so der Nürnberger. So habe er erfahren, dass in der Görsdorfer Kirche ein mehr als 400 Jahre alter Sandsteinaltar steht und die umfangreiche historische Ausmalung des Gotteshauses in Prensdorf erkundet. "Es ist wichtig, dass sich Leute wie Frau Gehrmann um den Erhalt der Gotteshäuser kümmern", sagte Bernd Bergmann. Der Nürnberger wisse auch von Kirchen, die aufgrund sinkender Bevölkerungszahl und mangels Geld nicht mehr haltbar gewesen seien. "Zum Glück ist bei uns noch zu keiner solchen Aufgabe gekommen", sagte Annegret Gehrmann.

Die Vorsitzende des Förderkreises ist weiterhin dankbar für jede Unterstützung. Kontakt über Annegret Gehrmann, Telefon 035454 393. Die nächste Kirchentour startet per Fahrrad am Samstag, dem 23. Juli, ab dem Bahnhof in Uckro. Treffen dort ist um 11.10 Uhr.

blu1

Lausitzer Rundschau vom 09. Mai 2011

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