Maßgeschneidert

KULTUR: Freiwillige haben die Buskower Kirche verschönert / Größte Sanierung steht noch aus

Einwohner und der Arbeitskreis Kirche waren sich einig: Die Buskower Kirche muss schöner werden. Doch es sollte nicht viel kosten. "Das war ein Akt", erinnert sich Ortsvorsteherin Beate Müller. In Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutzamt und ehrenamtlichen Mitarbeitern der Arbeitsfördergesellschaft Gab haben sich die Buskower ans Werk gemacht und das Kircheninnere gemalert.

Dazu brauchten die Freiwilligen eine spezielle Farbe. Beim Verputzen des ehemaligen Zugangs zur Gruft war falsches Material verwendet worden. Diesen Fehler wollten die Buskower nicht noch einmal machen.

Jetzt erstrahlt das Schiff des frühgotischen Feldsteinbaus in neuem Weiß. Die Kirchenbänke wurden in einem Aufwasch gleich mitgestrichen. "Damit haben wir gezeigt, dass die Einwohner hinter ihrer Kirche stehen", sagt Beate Müller. Und mit dem Malern allein ist es nicht getan. Ein großer Wasserfleck an der Decke zeigt das eigentliche Problem: Der Turm müsste saniert werden. Die Buskower wissen die Pfarrerinnen Ute Feuerstack und Rose Möllhoff-Mylius an ihrer Seite. Was fehlt, ist Geld. Auf rund 250 000 Euro wird eine umfassende Sanierung geschätzt. "Das können wir vom Ort aus nicht stemmen", sagt Ortsvorsteherin Müller. Dabei fließt jeder Euro, der bei vom Dorf organisierten Veranstaltungen wie Erntedankfest oder Weihnachtsfeier eingenommen wird, in die Kirche. Neben dem Altar steht eine kleine, von Mitarbeitern der Beschäftigungsgesellschaft EAN gefertigte Spendenkirche, damit möglichst viele Besucher ihr Portemonnaie zücken. "Wir brauchen viele Spenden", sagt Beate Müller. Für sie drückt das Banner neben dem Altar genau das aus, was die Kirche den Dorfbewohnern bedeutet. Dort steht, die Kirche sei "ein Gotteshaus für die Christen, ein Kulturhaus für die Touristen und eine Heimat für die Einwohner. "Der Spruch ist für Buskow maßgeschneidert", sagt Beate Müller. Die Buskower setzen alles daran, den Dorfmittelpunkt auch ihren Nachfahren zu erhalten.ds

Märkische Allgemeine vom 15. März 2011

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