Kunst und Kultur rund um Lindenbergs Kirche

INITIATIVE: Förderverein stellt ein umfangreiches Jahresprogramm vor

LINDENBERG (PR) - Um einmal das Pfarrhaus endlich renovieren zu können und so auch wieder einen Pfarrer in die Gemeinde zu locken, startete im Frühling vor einem Jahr in Lindenberg ein Kirchbauverein seine Arbeit. Die Bilanz dessen konnte sich am Freitagabend auf der Jahresversammlung sehen lassen und erst recht die Vorhabenliste für die weitere Zeit.

Was mit einem Chorkonzert begann und dann zum Denkmaltag weiter ausgesponnen wurde, hatte Erfolg und soll nun fortgesetzt werden: die Reihe von Benefizkonzerten. An drei Adventswochenenden hatte es dafür trotz widrigstem Winterwetter mehr als 200 Gäste bis nach Lindenberg gezogen.

Im Vorfeld dieser Konzerte wurden Spenden gesammelt die Veranstaltungen hätten sich aber auch allein durch die Besucherspenden von selbst getragen, wie sich im Nachhinein herausstellte. Genau dieser tolle Zuspruch machte den Initiatoren Mut, damit in diesem Jahr weiterzumachen.

Nun stehen gleich zwei Konzertreihen auf dem Plan. Ab Sonnabend, 23. April, werden im Zweiwochenrhythmus insgesamt fünf Konzerte stattfinden. Ende Juni wird dann das letzte Frühlingskonzert zu hören sein. Auch an dem Künstlerkonzept wird festgehalten. So treten erneut junge Leute auf, die am Beginn ihrer Profikarrieren stehen. Es sind junge talentierte Musiker maßgeblich auch aus der Region, von denen erwartet werden darf, dass sie dereinst auf größeren Bühnen stehen.

Nicht allein jedoch nur auf diese Musiker wird bei den Benefizveranstaltungen gesetzt. Sondern die Lindenberger arbeiten nun auch mit anderen Künstlern zusammen. So wird es als Ergänzung der beiden ersten Konzerte eine Kooperation mit dem Pritzwalker Goethe-Gymnasium geben. Den Schülern wird damit in Lindenberg die Gelegenheit gegeben, ihre im Kunstunterricht entstandenen Werke auszustellen, also einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Wenn das Wetter mitspielt, ließen sich die Objekte im Kirchhof, am Pfarrhaus und um die Kirche herum zeigen. So sind die Konzertbesucher angehalten, etwas zeitiger zu kommen oder gar etwas länger zu bleiben, als nur allein für ein Konzert.

Der weitere künstlerische Rahmen der dritten Veranstaltung wird sogar durch eine Premiere gesetzt: Der Wittenberger Fotograf Jens Wegner und die Kuhsdorfer Lyrikerin Ursula Kramm-Konowalow erarbeiten dafür derzeit die gemeinsame Aktion "Stadt-Land-Fluss. Sequenzen einer Reise durch die Prignitz". Dabei hat die Lyrikerin zu den außergewöhnlichen Blickwinkeln des Fotografen auf die Prignitzer Region Texte verfasst. Diese Ausstellung wird in Lindenberg nicht nur Premiere haben, sondern auch dauerhaft bis zum Ende der ersten Konzertreihe dort zu bestaunen sein.

Die Lindenberger werten diese Bereitschaft der Künstler für Auftritte wie auch die qualitativ ebenso hochwertige Ausstellung als ein schönes Zeichen, dass ihre Arbeit wahrgenommen wird und dass Leute nicht nur aus Lindenberg die Vorhaben unterstützen. Dazu zählen zum Jahresende auch wieder die Adventskonzerte. Sie erklingen nach Vorbild der ersten Reihe. Und auch dafür hoffen die Lindenberger auf zahlreiche Gäste. (Von Matthias Anke)

Märkische Allgemeine vom 07. März 2011

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