Gemeinde sieht Taufengel schweben

Von Sigrid Werner

Gross Fredenwalde.

 
Die Groß Fredenwalder und ihre Gäste durften gestern den restaurierten Taufengel von Nahem bestaunen und dann emporschweben sehen.
FOTO: Sigrid Werner

Gestern Nachmittag war es endlich soweit. Die Groß Fredenwalder feierten mit ihren Gästen die Rückkehr des sanierten Taufengels in ihre Kirche und sahen ihn gemeinsam in seine Arbeits- und dann in seine Ruhestellung emporschweben. Pfarrerin Heidi Enseleit dankte all jenen, die dazu beigetragen haben, und wünschte sich, dass der Engel bald bei einer Taufe seine liturgische Funktion zurückerlangen könnte.

Das Templiner Museum hatte im Dezember 2009 den Taufengel der Kirchgemeinde als Dauerleihgabe zurückübertragen. Nach einer aufwendigen Oberflächensanierung durch Restaurator Brückner schnitzte der Annenwalder Bildhauer André Hahn den rechten Arm des Engels und die Taufschale neu, aus dem künftig das Wasser für die Täuflinge geschöpft werden kann. Auch dieses Mal übernahm die Sparkasse Uckermark einen Großteil der Kosten. "Mithilfe der Nutzenstiftung und eines Zweckertrages aus dem PS-Lotteriesparen konnte die Sparkasse 7200 Euro für die Sanierung beziehungsweise die Ausrichtung eines Benefizkonzertes zugunsten der Taufengelsanierung bereitstellen", berichtete Sparkassenvorstandsvorsitzender Uwe Schmidt bei der feierlichen Aufhängung des Engels. Die Restaurierung zeige, was möglich sei, wenn sich engagierte Menschen zusammenfinden.

In diesem Sinne würdigte auch Alard von Arnim nicht nur den Einsatz der Mitglieder des Kultur- und Heimatvereins sowie von Bürgern von Groß Fredenwalde und des Förderkreises Alte Kirchen Berlin- Brandenburg e.V., sondern eben auch den der in der Region fest "verorteten" Sparkasse Uckermark, die mit ihren Ideen und ihrer finanziellen Unterstützung das Vorhaben Realität werden ließen. Auch die alte Wallfahrtskirche, die lange dem Verfall preisgegeben war, so erinnerte Alard von Arnim im Gespräch mit dem Uckermark Kurier, erstrahlt dank ebensolcher gemeinsamer Bemühungen verschiedenster Mitstreiter, angefangen bei der Kirchengemeinde über den Kultur- und Heimatverein bis hin zu Denkmalschutz und anderen Förderern seit 2008 wieder in neuem Glanz. Eine große Kirche in einem kleinen Dorf, das sich vermutlich vor etwa 500 Jahren anschickte, eine Stadt mit 800 Einwohnern zu werden. Eine Kirche am Rande, die aber allemal einen Besuch und vielleicht auch weitere Spenden wert sei, so Sparkassenvorstand Uwe Schmidt, wohl wissend um weitere geheime Wünsche der Groß Fredenwalder.

Uckermark Kurier vom 04. März 2011

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