DORFLEBEN: Erfolge nicht zu übersehen

Läsikower Förderverein zieht Bilanz über 2010 / Mit guten Ergebnissen ins nächste Jahr

LÄSIKOW - "Der Förderverein Kirche und Dorf Läsikow e. V. hat im zu Ende gehenden Jahr durch vielfältige Veranstaltungen und Aktivitäten das Vereins- und Dorfleben bereichert." Diese Bilanz zieht jetzt Vereinsvorsitzender Dieter Schreiber. Der Verein habe wie in den Jahren zuvor unter anderem Fasching, Frauentagskaffee, Spielenachmittage, Halloween und ein Kinderfest organisiert und auch zum "Malen im Dorf" aufgerufen. Dem Aufruf sei eine Anzahl von Frauen und Jugendlichen gefolgt, die mit der Hilfe zweier Berliner Lehrerinnen schöne Bilder mit Farbe und Pinsel anfertigten. Einige davon wurden bei Veranstaltungen verkauft. Im kommenden Jahr ist bereits eine Verkaufsausstellung im Kulturhaus in Kyritz vorgesehen.

"Zu einer guten Tradition ist es geworden, dass Gesangssolisten der Kammeroper Rheinsberg klassische Musik in der Dorfkirche zu Gehör bringen. Diese Konzerte stehen wie immer unter Leitung von Professor Siegfried Matthus", resümiert Schreiber weiter. Zudem sei nach über 50 Jahren in Läsikow wieder ein klassischer Maibaum aufgestellt und dies gefeiert worden. Am ersten September-Wochenende habe es das Erntefest gegeben. Die Erntekrone hatten Frauen des Dorfes gebunden und beim Fest dann auch regionale Produkte verkauft. An diesem Tag war Läsikow zudem Endpunkt der "Drei-Kirchen-Kultur-Wanderung" (die MAZ berichtete). Eine Veranstaltung mit Pfarrer Wolf Fröhling aus Neustadt in der Kirche rundete das gelungene Erntefest und die Kulturwanderung ab.

Als weitere gelungene Veranstaltung dieses Jahres bezeichnet Schreiber unter anderem die "Spanische Musik des Mittelalters", eine Lesung mit Frank Matthus aus Werken von Arthur Schnitzler. "Anfang des Jahres war der Einbau der Fenster in der Kirche abgeschlossen worden. Zu den weiteren Arbeiten gehörten das Ausmalen der Decke und der Wände im Inneren sowie die Ausbesserung der Bestuhlung", so Schreiber weiter. Die Rettung und der Neuaufbau der Gesell-Orgel aus dem Jahre 1848 seien ein weiteres wichtiges Anliegen von Förderverein und des Gemeindekirchenrates. Nach guten Anfängen eines Orgelbauers aus den alten Bundesländern habe es aber im September 2008 einen Baustopp gegeben.

Verhängt worden war er auf Initiative einer Orgelbaufirma aus Berlin von der Landesdenkmalpflege. Laut Orgelsachverständigen aus dem Berliner Konsistorium liege keine Genehmigung für diese Arbeiten vor. "Es ist dem Förderverein und dem Gemeindekirchenrat bis jetzt nicht gelungen, die Rettung der Orgel weiter voranzubringen", bedauert Schreiber.

Auf einer Einwohnerversammlung in Läsikow im vergangenen Jahr wurde beschlossen, eine Terrassenüberdachung am Gemeindehaus zu bauen. Doch bei der Bearbeitung des Bauantrages stellte sich heraus, dass einige Quadratmeter Boden für die Überdachung in Privatbesitz sind. Die vorhandene Erbengemeinschaft war nach einigem Zögern bereit, diese Fläche an die Gemeinde zu verkaufen.

"Auch wenn nicht alle Vorstellungen und Wünsche des Vereins und der Bürger in Erfüllung gingen, können wir mit guten Ergebnissen in das Jahr 2011 gehen", schätzt Schreiber ein. Dass dem so ist, dafür dankt der Vorstand des Fördervereins allen Mitgliedern, Freunden und Sponsoren. (MAZ)

Märkische Allgemeine vom 17. Dezember 2010

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