Glocken der Heinsdorfer Kirche läuten wieder

HEINSDORF Die Glocken der Heinsdorfer Kirche läuten wieder. Mehrere hundert Gäste verfolgten im Rahmen des ersten Adventsmarktes die offizielle Einweihung.

 
Mehrere Chöre umrahmten die Einweihung des wiederbelebten Glockenturms.
Foto: Blumroth/blu1

Mehr als 15 Jahre waren die Klöppel in der Kirchenruine still geblieben.

"Jetzt sind sie sicher bis in die Nachbardörfer zu hören", sagte Edith Rändel. Die 79-Jährige lebt seit mehr als 50 Jahren in dem Dorf unweit des Gotteshauses. "Wir haben damals alle sehr geschimpft, als die Kirche abgetragen wurde", so die Rentnerin. "Umso schöner, dass wir heute den neuen Turm bestaunen können."

Fast jeder im Dorf habe Anteil an dem Geschafften. "Der Kirchen-Förderverein hat tolle Arbeit geleistet. Viele Heinsdorfer haben mit Arbeit und Spenden mitgeholfen", erzählte Lucie Jahn. Die 86-jährige Heinsdorferin traute sich einen Aufstieg zu den Glocken nicht mehr zu, doch Freundin Edith Rändel zog es in den sanierten Turm. "Ich möchte schließlich wissen, wo diese weichen Töne herkommen."

"Die Heinsdorfer haben diese Klänge lange schmerzlich vermisst", sagte Pfarrer Joachim Boekels in seiner Festrede. Er sprach den Vereinsmitgliedern einen großen Dank für ihren "unermüdlichen Einsatz" aus.

Fördervereins-Schatzmeisterin Heike Krüger freute sich über die zahlreichen Besucher der Einweihung. Bei leichten Minusgraden gingen viele Becher Glühwein, Tee und Punsch über die Theke. "Der Erlös fließt komplett in die Kirche. Es ist viel geschafft, aber auch noch viel zu tun." blu1

Lausitzer Rundschau vom 30. November 2010

   Zur Artikelübersicht