5000. Stern bekommt seinen Namen

Neuhardenberg (moz) Jedem Stern einen Namen: Die Patenschaften für Sterne am Deckengemälde in der Schinkel-Kirche in Neuhardenberg ist seit gut acht Jahren eine große Erfolgsgeschichte. Kürzlich hat der Förderverein der Kirche nun den 5000. Stern an einen Paten aus Köln vergeben.

 
© Johann Mueller

"An wen genau, das möchte ich nicht sagen. Da stecken oft ganz persönliche Geschichten dahinter", erklärt Christa Starke vom Förderverein, die sich schon seit 20 Jahren für die Schinkel-Kirche engagiert. Nicht selten kauften zum Beispiel Eltern einen Stern zur Erinnerung an ein verstorbenes Kind. "Da muss man dann natürlich sehr sensibel mit den Paten umgehen", erzählt sie. Doch zumeist sind die Sterne einfach nur Geburtstagsgeschenke oder werden einem Brautpaar, das in der Kirche heiratet von der Festgesellschaft zur Trauung geschenkt.

Die 20 Meter lange Decke der Schinkel-Kirche zeigt ein Firmament aus insgesamt 6260 Sternen. Sie wurde während der Restaurierung der Kirche im Jahre 2002 nach dem Original von 1817 nachgemalt. Die Originalbemalung, die Schinkel einem von ihm gestalteten Bühnenbild der Zauberflöte entlieh, ist darunter noch heute vorhanden. Vereinsvorsitzender Uwe Rosenberg hatte damals die Idee, die Sterne via Patenschaft zu vermarkten, um damit die Renovierung der Kirche zu finanzieren. Insgesamt gab es sechs Preiskategorien, von 20 Euro für die kleinsten bis 1500 Euro für die großen Sterne. Mittlerweile sind nur noch Sterne im Wert von 800 oder 1500 Euro zu haben. Ihr Erlös geht in die Erhaltung des Gebäudes.

Gisela und Peter Schmiemann haben ihre beiden Sterne, einen für ihre Tochter Barbara, im Jahr 2005 erworben. Gestern schauten die beiden Düsseldorfer anlässlich eines Besuchs zu den Einheitsfeiern in Berlin mal wieder vorbei, um nach ihnen zu sehen. "Wir fanden die Idee damals einfach super, die Spende für den Schinkel-Bau, der uns sehr interessiert, mit einem Stern zu verbinden", erzählt Gisela Schmiemann. Positiv sei auch, dass die beiden damit jetzt auch immer etwas Konkretes mit der Region verbinden würde. "Das ist toll", so die Urlauberin.

Märkische Oderzeitung vom 07. Oktober 2010

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