Kietzer Kirche: Nächstes Ziel Innenmalereien

von Hanno Taufenbach

 
Vereinschefin Sigrid Tietz und ihre Mitstreiter wollen als nächstes die Innenmalereien restaurieren.
Hanno taufenbach

KIETZ - Der Förderverein der Kietzer Kirche geht sein nächstes ehrgeiziges Ziel an: die Restaurierung der Innenmalereien. Darüber informierte die Vorsitzende Sigrid Tietz auf der Mitgliederversammlung am vergangenen Freitag. Alle Spenden und Erlöse werden dafür angespart.

Der Kirchenkreis habe diesem Plan ebenfalls zugestimmt und begleite die Maßnahme. "Das Konsistorium verhandele bereits mit Restauratoren und Malern. Ein Großteil der Zierbänder und Sprüche seien so anspruchsvoll, dass Restauratoren benötigt werden. Parallel dazu können Maler andere Arbeiten ausführen. Der Baubeginn ist noch offen: "Frühestens im nächsten Jahr, vielleicht aber auch erst 2012. Das hängt von unseren Mitteln ab", sagte Tietz.

Die Mitglieder einigten sich, für dieses große Vorhaben gezielt um Spenden zu bitten. Damit habe der Verein bereits im Zuge der Fenstersanierung gute Erfahrungen machen können. Spender konnten sich gezielt für ein Fenster entscheiden, ihr Name wurde dann auf dem Glas eingraviert. Noch immer seien auf diese Weise Fenster zu vergeben. Erst kürzlich gab es eine Spende für ein Nordfenster in Höhe von 391,17. "Die Spenderin machte ihrem Mann nachträglich dieses Geschenk zu seinem Geburtstag", so Sigrid Tietz.

Während des Kassensturzes meldete sich Arnold Frick zu Wort: "Ich spende 1000 Euro für die Malereien, ihr müsst ja mal in die Gänge kommen", sagt er unter dem Beifall der Anwesenden. Zusammen mit den Spareinlagen und den Mitgliederbeiträgen in diesem Jahr stehen rund 16 000 Euro zur Verfügung. Ein Anfang, so die Vereinsvorsitzende.

Parallel würden alle Fördermöglichkeiten geprüft, entsprechende Anträge gestellt. Eine finanzielle Beteiligung des Kirchenkreises sei nicht ausgeschlossen. Er sei bestrebt, die Sanierung der Kietzer Kirche zum Abschluss zu bringen, informierte Tietz. Ob die Gemeinde Lenzerwische wie bereits mehrfach geschehen, sich ebenfalls beteiligen wird, sei offen. Bürgermeister Hartmut Borrmann machte jedenfalls keine spontanen Zusagen, sondern empfahl einen offiziellen Antrag zu stellen.

Gegenwärtig laufen auf Kosten des Kirchenkreises Dacharbeiten. Auf der Südseite müssen Dachkehlen ausgetauscht werden. Falls die Mittel reichen, solle das auch auf der Nordseite geschehen. Eigentlich hätten diese Arbeiten schon 1999/2000 spätestens aber mit den Dacharbeiten vor drei Jahren geschehen müssen, heißt es heute. Damals hätten Experten diese Notwendigkeit nicht gesehen. Ebenfalls werden Teile eines Balkens im Altarraum ausgewechselt.

Abgeschlossen seien die Hausschwammbeseitigung. Befallene Stellen wurden im Infrarot-Technik bearbeitet. Um einem erneuten Befall vorzubeugen, hat der Kirchenkreis auf dem Dachboden ein Messgerät aufgestellt. Ein Berliner Architektenbüro werte regelmäßig die Daten aus.

Der Prignitzer vom 14. September 2010

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