Ehre für die Rettung des alten Pfarrhauses

In Potsdam wurde der Denkmalpflegepreis vergeben

Potsdam - Brandenburgs Kulturministerin Martina Münch hat heute in der Kirche auf dem Neuendorfer Anger in Potsdam-Babelsberg den Brandenburgischen Denkmalpflegepreis verliehen. In diesem Jahr wurden zwei Preisträger für ihr Engagement für den Erhalt des kulturellen Erbes gewürdigt und zwei Anerkennungen ausgesprochen.

Der Förderverein "Altes Pfarrhaus Groß Döbbern" wird für die Rettung des alten Pfarrhauses geehrt. Der Pücklerbau gehört mit der Kirche und der Schule zu den ältesten Bauten im Dorf. Das Pfarrhaus stand lange Zeit leer und drohte zu verfallen. Die Groß Döbbener haben nicht einfach zugeschaut, sondern an die Sanierung selbst Hand angelegt und andere motivieren können, die Rettung des Denkmals zu unterstützen.

Ein weiterer Preis geht an die Eigentümer- und Bauherrengesellschaft Pöllath/Rodin, die mit großem Geschick das Herrenhaus Grube in der Prignitz denkmalpflegerisch hervorragend saniert hat. Der spätbarocke Bau aus der Mitte des 18.Jahrhunderts ist das letzte bestehende Gutshaus der berühmten Quitzows, eines Uradelsgeschlechts der Mark Brandenburg.

Mit einer Anerkennung hat Ministerin Münch das Ehepaar Berger geehrt: Margitta und Helmut Berger arbeiten seit Jahrzehnten ehrenamtlich in der Brandenburgischen Landesarchäologie für das Brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologische Landesmuseum.

Eine weitere Anerkennung geht an das Kadampa Dipankara-Zentrum für Mahayana-Buddhismus für dessen außerordentliches Engagement bei der behutsamen Sanierung von Schloss Sommerswalde (Oberhavel). Historische Strukturen und Ausstattungsdetails werden liebevoll wieder sichtbar gemacht. Red

Märkische Allgemeine vom 10. September 2010

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