Freundeskreis zieht alle Register

Hasenfelde (moz) Damit die Sanierung der Orgel in der Hasenfelder Kirche nicht in Vergessenheit gerät, wird am Freitag wieder ein Hoffest gefeiert. Ob das große Ziel, die komplette Wiederherstellung des Instruments bis zur 750-Jahr-Feier des Dorfes im Jahre 2013, erreicht wird, ist fraglich noch fehlen dafür 40.000 Euro.

Erst kürzlich hat wieder jemand 250 Euro gespendet und für diesen Betrag eine der symbolischen Orgelaktien erhalten. "Für mich war das wieder wie ein kleines Wunder", sagt Hannegret Richter vom Freundeskreis Orgel Hasenfelde begeistert. Insgesamt 22 dieser Orgelaktien wurden bislang von verschiedenen Spendern erworben ihre Namen sind im Vorraum der Kirchen zu lesen. "Anderswo kann man Orgelpfeifen erwerben, bei uns bekommt man Aktien", so Hannegret Richter scherzhaft.

123.000 Euro hat der Verein in den vergangenen sieben Jahren gesammelt, um das 1857 vom Wriezener Orgelbauer Landow geschaffene Instrument vor dem Verfall zu retten. Mit dieser Summe sind zwei Drittel der Finanzierung abgesichert. Sechs von den elf Registern konnten fertiggestellt werden. Seit drei Jahren ist die Orgel wieder bespielbar, sie erklingt bei Gottesdiensten, Konzerten oder bei der Langen Nacht der Museen. So gesehen hat der gerade einmal 16 Mitglieder umfassende Freundeskreis schon viel erreicht. Dennoch fehlen noch 40 000 Euro, um das große Ziel, die Fertigstellung des Instruments bis zur 750-Jahr-Feier Hasenfeldes 2013 zu erreichen. Das werde nicht einfach, prognostiziert Hannegret Richter. Fördertöpfe, aus denen auch die Hasenfelder Orgel bedacht wurde, seien erschöpft und auch die Spendenbereitschaft müsse immer wieder neu angekurbelt werden.

Dabei helfen Veranstaltungen wie das Hoffest, das zwei Mal im Jahr stattfindet, das nächste am Freitag, dem 10. September. Beginn ist um 16 Uhr, in der Bahnhofstraße 18. Angesagt haben sich die Bands FDGB O(b)strock aus Berlin, Sakura aus Heinersdorf und Schlehdorn aus Steinhöfel. Außerdem wird eine Bauchtänzerin auftreten. Die Kinder können sich auf der Hüpfburg austoben, spielen und Riesenseifenblasen produzieren. Zudem wird es eine große Tombola geben. Im Hofladen gibt es alles vom Schaf und von der Biene. Besonderes Highlight ist der neue Lehmbackofen, der an diesem Abend erstmals so richtig in Aktion treten wird. Das ganze findet Open Air statt, als Schlechtwettervariante werden aber Zelte aufgebaut und auch die Scheune kann als Ausweichmöglichkeit dienen. Ganz Hartgesottene können gern ihr Zelt mitbringen und auf dem weitläufigen Gelände übernachten. Der Eintritt für das Hoffest beträgt 5 Euro.

Märkische Oderzeitung vom 07. September 2010

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