TRADITION: Einen Brief an die Nachwelt geschickt

In Bölzke wurde die Turmzier gefüllt

BÖLZKE - Was sollten die zukünftigen wohl von den heutigen Bölzkern wissen, wenn sie bei der nächsten Kirchenrenovierung, womöglich in ein paar hundert Jahren, die Metallkapsel in der Zier ihres Kirchtums öffnen werden?

"Dass es heute noch richtige Briefe gibt", findet Susanne Gloger, Vorsitzende des Fördervereins zum Erhalt der Bölzker Kirche, als sie am Samstagnachmittag zusammen mit der Ausgabe des Prignitz-Kuriers vom Samstag, einer aktuellen Datei der 30 Vereinsmitglieder auch einen frankierten und abgestempelten Brief an die zukünftigen Bölzker fest zusammenrollt. Der Finanzplan über die aktuelle Renovierung der Fachwerkkirche von 1825 und ein Tütchen mit Euromünzen passen auch noch in die Metallhülse, die Vereinsmitglied Eick Kuhn später fachmännisch verlöten wird. In letzter Minute folgt noch ein gespendeter Geldschein aus der Runde der Baufestbesucher, zu dem der Verein zur Befüllung eingeladen hatte dann können Susanne Gloger, Pastor Mario Friedrich aus Kemnitz und Eick Kuhn die Hülse symbolisch verschließen.

Nach Beendigung der Sanierungsarbeiten wird sie dann hoch oben in die Zier der Kirchturmspitze gelangen die dann auch die Jahreszahl der Renovierung von 2010 tragen wird (.sli)

Märkische Allgemeine vom 07. September 2010

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