Benefizkonzert bringt 3500 Euro ein

Wriezen (moz) Das 4. Benefizkonzert für den Wiederaufbau der Sankt Marienkirche in Wriezen hat 3500 Euro an Spenden erbracht. Das teilte Heinz Müller vom organisierenden Gewerbeverein mit. "Wir freuen uns über den großen Betrag", sagte Müller. Die Mitglieder wollen die Summe noch um 500 Euro aufstocken.

 
© Regina Müller

Das Wehrbereichsmusik-
korps I aus Neubrandenburg sorgte für ausverkaufte Plätze. Die Musiker der Bundeswehr brachten verschiedene Stücke zu Gehör. Unter der Leitung von Major Alexandra Schütz-Knospe erklangen Märsche, Musical-Ausschnitte und James-Bond-Medleys.

Mehrere Vereine wollen den Wiederaufbau des markanten Gebäudes der Oderbruchstadt vorantreiben. Der Förderverein Ma­rienkirche wird dabei tatkräftig vom Gewerbeverein unterstützt. Auch über die Stiftung Oderbruch wird um Gelder für den Wiederaufbau gebeten. Heinz Müller ist in der Kirche konfirmiert worden. "Ich will das Gebäude wieder mit 
einem Dach erleben", so lautet sein größter Wunsch.

Die evangelische Stadtpfarrkirche ist heute das älteste Bauwerk Wriezens. Die erste urkundliche Erwähnung war 1247, noch vor dem verliehenen Stadtrecht aus dem Jahre 1337. Die imposante Kirche wurde am Ende des Zweiten Weltkrieges im April 1945 zerstört. Das Südschiff wurde 1951 teilweise auf- beziehungsweise ausgebaut. Anfang des Jahrtausends konnte der Kirchturm gesichert werden.

Mit der Enthüllung des Baustellenschildes begannen Ende vergangener Woche weitere Sanierungsarbeiten. Die Fundamente werden nach den archäologischen Untersuchungen gesichert und trockengelegt. Ab dem nächsten Sommer beginnen die Arbeiten in der Höhe. Dann soll das teilweise sehr bröcklige Mauerwerk für ein Dach vorbereitet werden.

Bis dahin sollen weitere Spendengelder eingenommen sein. Die nächste Möglichkeit bietet sich am Freitag, dem 10. September. Professor Eberhard Görner wird ab 19 Uhr aus seinem Buch "Ein Himmel aus Stein" vorlesen. Die "Saxophon Live Company" aus Frankfurt (Oder) sorgt für die 
musikalische Umrahmung.

Märkische Oderzeitung vom 02. September 2010

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