Fachwerkbau für alle offen

Klein Muckrow (moz) Zu einer öffentlichen Sitzung fanden sich der Förderverein Dorfkirche Klein Muckrow e. V. und der Bürgermeister der Stadt Friedland Thomas Hähle zusammen. Dazu waren die Einwohner des Ortes herzlich eingeladen. Hauptthema des Abends war die Zusammenarbeit des Fördervereins mit der Stadt und natürlich den Klein Muckrower Bürgern.

 
Mittelpunkt des Dorfes: Die 1777 erbaute Kirche wird ab 2011 als "offene Kirche" zu besichtigen sein.
© Cindy Teichert

Die Dorfkirche Klein Muckrow ist gleich nach der Wende in die Denkmalliste des Kreises Beeskow aufgenommen worden. In den vergangenen Jahren zerfiel der Fachwerkbau jedoch zunehmend. Der 2008 gegründete Förderverein Dorfkirche Klein Muckrow e. V. hat sich zum Ziel gesetzt, die Sanierung und Erhaltung der Kirche als Identifikationsmerkmal für die Bürger zu unterstützen. Gemeinsame Aktivitäten der Stadtverwaltung Friedland, der Kirche und des Fördervereins sollen diesen Zweck fördern.

"Es ist erstrebenswert, das Ensemble Gemeindehaus, Kirchgarten und Kirche zum Dorfmittelpunkt zu gestalten", so der Vorsitzende des Fördervereins Eberhard Grünberg. Das ist jedoch nur möglich, wenn alle an einem Strang ziehen, weshalb man neben den Bürgern des Dorfes nun auch die Stadt mit ins Boot holen möchte. Einen wichtigen Diskussionspunkt bildete die Gestaltung des Kirchgartens sowie dessen Pflege. Die Wiese soll wieder in einen ansehnlichen Zustand gebracht werden, was nur durch eine konsequente Rasenpflege möglich ist. Hähle sichert Unterstützung durch die Stadt zu. "Einen Tisch und zwei Bänke aus witterungsbeständiger Akazie können wir zur Verfügung stellen", bietet der Bürgermeister an. So soll in absehbarer Zeit ein kleiner Rastplatz im idyllischen Kirchgarten für Radtouristen und Wanderer entstehen.

Und auch von innen soll das Gotteshaus dann besichtigt werden können. Ab 2011 soll die Kirche Klein Muckrow in die Liste der "offenen Kirchen" aufgenommen werden. Natürlich muss auch ordentlich die Werbetrommel gerührt werden. "Das Projekt ‚Offene Kirche‘ begrüßen wir als Stadt natürlich sehr, da es den Tourismus fördert", so Thomas Hähle. Gern ist die Stadt im Rahmen ihrer Möglichkeiten bereit, die Klein Muckrower finanziell zu unterstützen oder auch Materialien und Arbeitskräfte zur Verfügung zu stellen. Deshalb soll eine Zusammenarbeitsvereinbarung zwischen Stadt und Verein getroffen werden.

Märkische Oderzeitung vom 28. August 2010

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