BAUEN: Rote Dachziegel, sandfarbene Fassade

Sanierung der Kleßener Kirche beendet

KLESSEN - Ende des vergangenen Jahres wurde die Dorfkirche eingerüstet. Nun konnte das Gerüst wieder abgebaut werden. Die Sanierung des Gotteshauses ist abgeschlossen. Das 410 Quadratmeter große Kirchendach wurde in den letzten Monaten mit roten Biberdachsteinen neu eingedeckt. Von der Außenfassade wurde loser Putz abgeklopft und die Fassade mit einem Feinspachtel überzogen. Anschließend wurde die Fassade im sandfarbigen Beigeton gestrichen. Harmonisch dazu passend erhielten die Fenstereinfassungen einen Anstrich mit leicht grünlicher Barockfarbe. Dazu wurden die Eingangstreppe erneuert und weitere Sanierungsarbeiten ausgeführt.

Kurzum, die Kirche ist wieder zu einem richtigen Hingucker geworden. Auf das Geschaffene können die Kleßener stolz sein. Die sanierte Kirche passe sich wieder gebührend in das historische Dorfbild mit Schlossensemble und Spielzeugmuseum ein, freut sich Bernd Cronjaeger vom Förderverein zum Erhalt der Kleßener Dorfkirche.

Nach Begleichung aller Rechnungen werden für die Sanierung der Außenhülle rund 115 000 Euro zu Buche schlagen. Damit könne man den veranschlagten Kosten-rahmen einhalten, so Cronjaeger. Realisiert werden konnte die Sanierung der Außenhülle mit einer maßgeblichen Landesförderung. Unterstützt vom Kirchenkreis Nauen-Rathenow und von der Landeskirche legten Kirchengemeinde und Förderverein über 40 000 Euro als Eigenmittel dazu.

1929 musste das baufällige Kleßener Kirchenschiff abgerissen werden. Nach dreijähriger Bauzeit wurde die Kirche wieder eingeweiht. Die Bauzeichnungen aus jener Zeit galten lange als verschollen. Doch als Cronjaeger im Zuge der jetzigen Sanierungsarbeiten intensiv in alten Kirchenunterlagen stöberte, da hat er die Bauzeichnungen wiedergefunden. Das sind historische Dokumente, die man nun gut aufbewahren werde, sagt er.

Vor vier Jahren hat sich der Förderverein zum Erhalt der Kleßener Dorfkirche gegründet und arbeitet seither Hand in Hand mit der Kirchengemeinde. Als erstes wurde vor drei Jahren erfolgreich die Innenrenovierung des Gotteshauses realisiert. Zudem wurden gemeinsam Konzerte und andere Veranstaltungen organisiert.

Die Kirche soll aber künftig noch stärker zu einer Stätte der Begegnung und Kultur entwickelt werden. Dazu haben Kirchengemeinde und Kommune eine Vereinbarung abgeschlossen. Auf der Grundlage dieser Vereinbarung unterstützt die Ge-meinde das Kleßener Kirchenleben mit 8000 Euro.

Am 11. September wird man mit einem festlichen Gottesdienst den Abschluss der Außensanierung begehen. Anschließend feiern Kirchengemeinde, Förderverein und Kommune ein gemeinsames Kirchenfest. (Von Norbert Stein)

Märkische Allgemeine vom 20. August 2010

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