Prötzeler Kirche frisch verputzt

 
© MOZ/Franziska Pröber
© MOZ/Franziska Pröber

Prötzel (moz) Bauarbeiter sanieren derzeit die Prötzeler Kirche innen und außen. Bis Januar kommenden Jahres sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Das Küsterhaus, das ebenfalls restauriert wird, ist bereits weitgehend fertig gestellt worden.

Seit Monaten umhüllt ein hässliches Baugerüst die Prötzeler Kirche. Der Weg zum Gotteshaus ist durch herumliegenden Bauschutt, Kabel oder weiß-rote Absperrbänder versperrt. An ein Durchkommen ist nicht zu denken. Außenstehenden mag es so vorkommen, als ob die Sanierungsarbeiten kaum voran kommen. Doch Bauleiterin Petra Kobalz vom Kreiskirchenverband Fürstenwalde-Spree ist zufrieden mit dem Fortschritt der Arbeiten.

"Wir kommen gut voran", sagt Petra Kobalz. Selbst die alten Fundamente, die bei den Sanierungsarbeiten im Kirchenschiff entdeckt wurden, hätten den geplanten Ablauf kaum verzögert. Während die Archäologen mit den Grabungen und Untersuchungen an der Kirche beschäftigt waren, habe man sich auf das daneben stehende Küsterhaus konzentriert, erklärt sie. Dies sei nun zu großen Teilen fertig gestellt, nur ein Innenausbau sei noch erforderlich. Das Küsterhaus bekomme eine neue Toilette sowie eine kleine Küche, berichtet die Bauleiterin Die gesamte Technik, wie etwa die Heizungsanlage oder die Leitungen für Haus und Kirche, wurden bereits in dem Gebäude installiert.

An der Kirche werden derzeit die Außenwände so verputzt, dass sie dem Denkmalschutz gerecht werden. Nachdem die Grabungsarbeiten abgeschlossen und die Funde gesichert worden waren, konnte die Sanierung fortgesetzt werden. Das Tragwerk des Daches wurde fertig gestellt, die Zimmerarbeiten abgeschlossen und mit der Dachdeckung begonnen.

Gleichzeitig laufen auch im Inneren des Gotteshauses die Arbeiten. Die Empore im Kirchenschiff wird um drei Meter verlängert, sodass der dort genutzte Gemeinderaum sich vergrößert. Außerdem wird die Empore mit Glas verkleidet, um von oben einen Blick auf den Altar werfen zu können.

Für einen sicheren Aufstieg zur Empore soll in Zukunft nicht allein die steile Seitentreppe dienen. Sie bleibt zwar weiterhin als Aufgang verfügbar, aber eine zusätzliche Treppe vom Kirchenschiff sowie ein Aufzug sind geplant. "Damit wollen wir den älteren Menschen und Gehbehinderten die Möglichkeit geben, ohne große Mühe nach oben zu gelangen", sagt Petra Kobalz.

Märkische Oderzeitung vom 11. August 2010

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